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24.05.2017 Die Grünen, Lehrte

Lehrter GRÜNE für starke IGS und Realschule in Lehrte Süd

>Grüne LehrteLehrte. Eine einfache Lösung für die Lehrter Schulstrategie gibt es nicht. Die politische Meinungsbildung zu dem Thema beschäftigt die Fraktion im Lehrter Stadtrat und den Vorstand der Partei der Grünen seit geraumer Zeit. Im Rahmen einer Mitgliederversammlung wurde sich jetzt intensiv mit den Ergebnissen der Elternbefragung, und der Kostenentwicklung in den verschiedenen Szenarien beschäftigt.
Anschließend wurde als Grüne Parteilinie beschlossen, alle Züge der Integrierten Gesamtschule (IGS) samt Oberstufe in Lehrte Süd zu konzentrieren. Die Befragung der Schulleiter*innen im Lehrter Schulausschuss am heutigen Tag bestätigt diese Linie.

„Wir haben es uns als Grüne mit dieser Entscheidung nicht einfach gemacht und alle Varianten sorgsam gegeneinander abgewogen“, so der Grüne Ratsherr Carsten Milde, Mitglied im Schulausschuss. „Wenn wir die pädagogischen Vorteile einer IGS konsequent nutzen wollen, dann geht das nur an einem konzentrierten Schulstandort. Das wurde heute auch noch mal von der Schulleitung der IGS Lehrte bestätigt. Darüber hinaus ist die bisherige Praxis mit ständigen Fahrten der Lehrkräfte zwischen den Standorten in Hämelerwald und Lehrte Süd keine Lösung für die Zukunft. Ähnliches gilt für den Schulweg der Schüler*innen. Egal welches Szenario wir betrachten, immer hat eine signifikante Anzahl an Schüler*innen eine Anfahrt von Lehrte nach Hämelerwald oder andersherum. Da entsteht kein Gewinn.“

Investitionssicherheit spricht gegen Hämelerwald

„Als Bewohner von Hämelerwald liegt mir der Erhalt der weiterführenden Schule hier vor Ort ausdrücklich am Herzen. Allerdings muss ich bei rationaler Bewertung leider anerkennen, dass auf Basis der vorliegenden Informationen ein Fortbestand der Schule in Hämelerwald nicht langfristig abzubilden ist“, so Roland Panter, Parteisprecher der Grünen Lehrte und Grüner Bundestagskandidat. Die Notwendigkeit einer Kernsanierung des Standorts Hämelerwald würde eine beachtliche Investition bedeuten. Selbst bei einem Umzug der Realschule nach Hämelerwald, entsteht durch perspektivisch sinkende Anmeldungen an der Realschule keine Investitionssicherheit. Hier bieten gemeinsam genutzte Räume mit der IGS große Flexibilität und zugleich die erforderliche Investitionssicherheit.

„Aus Sicht der Lehrter Grünen brauchen wir jetzt ein zukunftsfestes Konzept und sollten schulpolitische Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen. Auch dann nicht, wenn uns jetzt viele Eltern in den östlichen Dörfern gewiss Gram sein werden. Das verstehe ich gut, es wird in einigen Jahren auch meine eigene Familie betreffen. Angesichts der prognostizierten Investitionssummen von bis zu 70 Millionen Euro haben wir aber keinen Raum für emotionales oder historisches Anspruchsdenken.“ Dabei spart Panter auch nicht mit Kritik an der Verwaltung in Lehrte. „Ich finde es extrem unglücklich, dass der Rat die Prognose der Investitionssummen erst unmittelbar vor Toresschluss und nach wiederholter Anfrage vorgelegt bekommt. Sie erscheinen uns zu hoch gegriffen und weichen in der Summe deutlich von der geplanten Rückstellung im Haushalt ab. Sollte es wirklich so kommen wird der Haushalt der Stadt Lehrte dadurch bis an die Grenzen belastet. Das muss jedem klar sein.“

Perspektive für Hämelerwald

Mit der Aufgabe des Standorts Hämelerwald verbinden die Grünen Bedingungen. Dazu gehören unter anderem die zeitnahe und ggf. politisch vorangetriebene Umwandlung der Grundschule in eine offene Ganztagsschule. Auch ist der Fortbestand und die Finanzierung der Schulsporthalle am Schulzentrum in Hämelerwald auf lange Sicht durch die Stadt Lehrte zu gewährleisten. Das Vereinsgefüge in Hämelerwald würde ansonsten einen wohl irreparablen Schaden nehmen. Das liegt nicht im Sinne Grüner Politik, die sehr gemeinschaftsorientierte Ziele verfolgt. Gleiches gilt mit Blick auf eine deutliche Aufwertung des öffentlichen Personennahverkehrs, der Schülern – aber nicht nur denen – eine stressfreie und zuverlässige Anreise zum neuen Schulort in Lehrte Süd ermöglicht.

Für die Nachnutzung des Gebäudes in Hämelerwald stehen erste Ideen im Raum. Diese reichen von der Nutzung als Familienzentrum, über ein Gründerzentrum bis hin zu einer ausgelagerten Verwaltungsnebenstelle. Auch ein Abriss und die Nutzung als Bauland erscheint nicht ausgeschlossen, schließlich sind Bauflächen in Hämelerwald sehr rar.

(Pressemitteilung Grüne Lehrte, 24.05.2017)


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