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25.04.2016 Die Grünen

Was passiert, wenn’s passiert? Grohnde und der Katastrophenschutzplan der Region Hannover

Die Grünen

„Ich möchte von der Regionsverwaltung wissen, ob die Empfehlungen der Strahlenschutzkommission in dem Katastrophenschutzplan der Region Hannover umgesetzt sind“, sagt Ulrich Schmersow, umweltpolitischer Sprecher der Regionsfraktion Bündnis 90/Die Grünen.

„Wer ist von einer Evakuierung betroffen, wenn es im Atomkraftwerk Grohnde zum nuklearen GAU oder Super-GAU kommt? Welche Vorsorgemaßnahmen sind für die Bevölkerung getroffen worden oder werden derzeit geplant?“, diese Fragen stellt Schmersow im Rahmen einer Anfrage an die Regionsverwaltung.

Hintergrund: Ausgehend von den in Zusammenhang mit der Nuklearkatastrophe von Fukushima im Jahre 2011 in Japan gewonnenen Erkenntnissen, hat die Strahlenschutzkommission (Beratungsgremium des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit) die fachlichen Grundlagen für den Notfallschutz in Deutschland und das dazugehörige Regelwerk einer Überprüfung unterzogen. Ergebnis der Überprüfung war, dass eine Änderung der Planungsgebiete für den Notfallschutz in der Umgebung von Atomkraftwerken notwendig sei. Ihre Empfehlungen dazu verabschiedete die Strahlenschutzkommission im Februar 2014.

In der Anfrage an die Regionsverwaltung fragt die Regionsfraktion Bündnis 90/Die Grünen nach dem Umsetzungsstand der Empfehlungen der Strahlenschutzkommission im Katastrophenschutzplan der Region Hannover.

Das Atomkraftwerk Grohnde ist seit 1985 in Betrieb. Seitdem wurden über 200 Störfälle bekannt. Zum Beispiel meldete 1993 der Betreiber Fehler in der Sicherheitstechnik und 2009 wurden Berichte über Spannungsausfälle oder fehlerhafte Warnsignale im Reaktorschutzsystem bekannt. Vom Atomkraftwerk Grohnde im Landkreis Hameln-Pyrmont sind es ca. 21 km nach Springe und ca. 45 km nach Hannover (Luftlinie).

„Im Bezug auf das Atomkraftwerk Grohnde fordere ich, dass dieser Schrottreaktor früher als bisher geplant vom Netz gehen muss“, sagt Schmersow.

(Pressemitteilung Bündnis 90/Die Grünen in der Region Hannover, 25.04.2016)

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  • Artikel veröffentlicht am 25.04.2016
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