Aktuelle Informationen, Nachrichten und Meinungen aus der Region Hannover

FD Region Hannover

Montag, 20. November 2017 · Fidele Dörps Regionseiten
Neueste Kommentare

Werbung

08.04.2015 CDU

CDU: Patientenverlegungen trotz vermeintlicher Überkapazitäten?

CDU

In der Diskussion um die Medizinstrategie 2020 behauptete die Regionsverwaltung immer wieder, der Abbau von Klinikkapazitäten ergebe keine Probleme, denn die Region Hannover würde zu den Gebieten Niedersachsens gehören, welche über die dichteste Krankenhausversorgung und die höchste Anzahl an Krankenhausbetten verfügen.
Mantraartig wurde diese Aussage jedem entgegengehalten, der sich über die in letzter Zeit offenbar gewordenen Engpässe speziell in der Versorgung von Notfallpatienten informieren wollte. „Die CDU-Fraktion hat in den letzten Monaten beharrlich nachgefragt, wie die Situation in den Notaufnahmen und den Fachabteilungen der Kliniken bis hin zu den abgemeldeten Kreißsälen wirklich aussieht“, so Bernward Schlossarek, Vorsitzender der CDU-Fraktion Region Hannover. „Panikmache und Schlechtmacherei wurden uns vorgeworfen. Auf die Fragen wurde aber immer nur ausweichend oder gar nicht geantwortet.“ Die Haltung, „wir sehen kein Problem also gibt es kein Problem“, glich einem Glaubensbekenntnis, dem sich die Regionsspitze verpflichtet fühlte.

„Aktuell wird klar: Das Problem scheint sich nicht nur auf die chronischen Engpässe in den Notaufnahmen und die entsprechende Häufung von Abmeldungen zu beziehen“, so Schlossarek weiter. „Die Unfähigkeit, bereits notfallversorgte Patienten stationär aufzunehmen und dann über 50-60 Kilometer in Krankenhäuser außerhalb der Region Hannover verlegen zu müssen, macht das ganze Ausmaß der Misere deutlich.“ Nach Meinung des CDU-Politikers kann es nicht angehen, dass im gesamten Bereich der Stadt und Region Hannover kein einziges Bett mehr frei ist und Patienten außerhalb der Reichweite ihrer Angehörigen verlegt werden. „Abgesehen von den leidtragenden Patienten sind es die Krankenhäuser der umliegenden Landkreise, die die Auswirkungen der hannoverschen Schrumpfungspolitik abfangen müssen. Diese müssen schließlich ihre eigenen, teils sehr großen Einzugsbereiche medizinisch abdecken (versorgen) und werden so zusätzlich belastet“, fügt er an.

Immerhin sieht sich die CDU-Fraktion Region Hannover dadurch bestätigt, dass der Regionspräsident nun in der Presse die Probleme einräumt. „Wir fordern daher, dass Herr Jagau an geeigneter Stelle Gespräche aufnimmt und Verbesserungen der Situation erreicht. Es darf nicht sein, dass die Vorhaltekosten medizinischer Einrichtungen als Begründung für die wachsende Gefährdung der Patienten vorgebracht werden und dafür auch noch Verständnis erwartet wird“, führt Schlossarek aus. Die Ankündigung, dass derzeit an einem Meldesystem für abgemeldete Klinikstationen gearbeitet wird und die Regionsleitstelle somit eine bessere Übersicht über freie Kapazitäten erhält, ist eine alte Forderung der CDU-Fraktion Region Hannover. Anfang des Jahres wurde angekündigt, dass das System IVENA im Juni 2015 in Betrieb gehen soll. Hoffentlich wird dieser Termin gehalten. Schlossarek hierzu: „Dieses System ist nötig, kann aber auch nur den Mangel verwalten. Es bringt keine freien Krankenhausbetten zurück, die aufgrund ökonomischer Überlegungen wegrationalisiert wurden.“

(Pressemitteilung CDU-Fraktion Region Hannover, 08.04.2015)

  • Sie lesen einen Archiv-Beitrag!
    Möglicherweise sind die Kontaktinformationen und Links im Artikel veraltet. Um die aktuellen Meldungen zu lesen, nutzen sie bitte die Stichworte unten oder gehen Sie zur Startseite, wo immer die neuesten Nachrichten zu finden sind.
  •  
  • Stichworte
  •  
  • Artikel veröffentlicht am 08.04.2015
  •  
  •  
  • Wir veröffentlichen auch Ihre Nachrichten!

Ricklinger Chroniken Nr. 1: 25 Jahre Musik in St. Augustinus
Ihre Nachrichten im Netzwerk Fidele Dörp

Kein Kommentar »

Einen Kommentar hinterlassen

Disclaimer: Die Herausgeber können nicht garantieren, dass Ihr Kommentar veröffentlicht wird. Es werden kurze Kommentare, die keine externen Links enthalten, bevorzugt. Die Herausgeber behalten sich vor die Kommentare zu bearbeiten. Die veröffentlichten Kommentare geben nicht die Meinung der Herausgeber dieser Website bzw. den Betreibern des Netzwerkes Fidele Dörp wieder.
Bitte beachten Sie, dass mit dem Absenden Ihr angegebener Name, Ihre E-Mail-Adresse und die IP-Adresse, die Ihrem Internetanschluss aktuell zugewiesen ist, mit Ihrem Kommentar gespeichert werden. Die E-Mail-Adresse und die IP-Adresse werden nicht veröffentlicht oder weitergegeben. Datenschutz im Netzwerk Fidele Dörp


Dies ist Fidele Dörp!