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27.01.2015 Hannover, Region

Beratungstelefon Kindeswohlgefährdung: Stadt und Region starten gemeinsames Angebot

Alle Personen, die beruflich, neben- oder ehrenamtlich in Kontakt mit Kindern und Jugendlichen stehen, können sich seit Anfang Januar mit Fragen zur Einschätzung von Kindeswohlgefährdung an das “Beratungstelefon” von Region Hannover und Landeshauptstadt Hannover wenden, Telefon 0511/270 785 22.

“Es ist nicht immer einfach, Anzeichen zu beurteilen und ein mögliches Gefährdungsrisiko für Kinder und Jugendliche einzuschätzen. Hier sollen vier im Kinderschutz ausgebildete Fachkräfte Hilfestellung geben – kostenfrei, anonymisiert und per Anruf niedrigschwellig erreichbar”, erläutert Anke Broßat-Warschun, Leiterin des Fachbereichs Jugend und Familie der Stadt, das Konzept des neuen Angebotes.

“Anrufen können alle, die in ihrer Berufstätigkeit Kontakt zu Kindern und Jugendlichen haben – von LehrerInnen oder ÄrztInnen bis zu FußballtrainerInnen oder MitarbeiterInnen in Handel und Handwerk. Denn Kinderschutz geht weit über den Schutzauftrag der Jugendämter hinaus”, unterstreicht Alisa Bach, Leiterin des Fachbereichs Jugend der Region. Das 2012 in Kraft getretene Bundeskinderschutzgesetz schreibt vor, dass der angesprochene Personenkreis bei deutlichen Anhaltspunkten für eine Kindeswohlgefährdung genau hinschauen und selbst aktiv werden muss. Er hat einen gesetzlichen Anspruch auf Fachberatung durch die Jugendämter, um das Gefährdungsrisiko einzuschätzen und zu einer größeren Handlungssicherheit zu gelangen.

Es geht um die Beurteilung von Anzeichen und um die Frage, ob eine Gefährdung vorliegt.

Auch das weitere Vorgehen kann Thema der durchweg pseudonymisierten Beratung sein. Erst wenn sich herausstellt, dass das Kind oder der Jugendliche akut gefährdet ist, müssen den Jugendämtern konkretere Daten übermittelt werden, damit der notwendige Schutz sichergestellt werden kann. Zu dieser Datenübermittlung sind auch sogenannte Geheimnisträger, wie Ärzte oder Hebammen berechtigt.

Die Beratung nutzen können Lehrkräfte, ÄrztInnen, Hebammen, Tagespflegepersonen, Personal in Schulen, PsychologInnen, Mitarbeiter-Innen von Musik- oder Ballettschulen, FußballtrainerInnen oder Ehrenamtliche in Vereinen. Außerdem auch Ausbildende, MitarbeiterInnen im Einzelhandel, der Gastronomie oder im Handwerk.

Die Beratung ist kostenfrei.

Beratungszeiten:

  • Montag: 9.30 bis 12 Uhr; 13 bis 15 Uhr
  • Dienstag: 13 bis 15.30 Uhr
  • Mittwoch: 12.30 bis 15.30 Uhr
  • Donnerstag: 9.30 bis 13 Uhr; 13.30 bis 15.30 Uhr
  • Freitag: 9.30 bis 12.00 Uhr

(Pressemitteilung LH Hannover, 27.01.2015)

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