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09.12.2014 Isernhagen

Umweltschutzverein Isernhagen schließt Unterschriftenaktion zum Suedlink ab

Mit der Aussendung an die Adressaten hat der Umweltschutzverein Isernhagen und Umgebung e.V.
seine Online-Petition mit dem Titel „Stoppt die Monster - Stromtrasse: Nein zum Südlink - Ja zur
Energiewende!” beendet. In der Eingabe, die von 982 Unterzeichnern mit Namen und Adresse unterstützt wurde, heißt es wörtlich:

„Wir bezweifeln die Notwendigkeit der Gleichstrom-Hochspannungsleitung Südlink mit ihren 70m hohen Masten!
Wir bitten die die Gemeinde- und Regionspolitiker in einer öffentlichen Veranstaltung mit unabhängigen Wissenschaftlern die Notwendigkeit dieser Leitung kritisch zu diskutieren.
Der Betreiber TenneT gibt nur die Informationen heraus, die seinen wirtschaftlichen Interessen dienen. Erdverkabelung z.B. wird pauschal als zu teuer verteufelt.
Informationen zu wirklichen Alternativen, wie der schnellen Entwicklung von regionalen Speichermöglichkeiten können nur von TenneT unabhängige Sachverständige liefern.
Zum Vergleich: Die Großburgwedeler Kirche St. Petri ist 60 m, die Kirchhorster Kirche St. Nikolai ist 25 m und die Martin-Luther-Kirche in Ehlershausen 50m hoch.“

Die Forderung wird damit begründet, dass in einer öffentlichen Veranstaltung des Vereins in Neuwarmbüchen die These vertreten wurde, dass die geplante Leitung für die Energiewende hin zu Erneuerbaren Energie nicht nur unnötig, sondern sogar kontraproduktiv ist. Höhepunkt der Veranstaltung, an der neben dem Bürgermeister auch Landtagsabgeordnete der CDU und der Grünen teilgenommen haben, war die Feststellung: Nur Braunkohlestrom braucht neue Höchstspannungsnetze- Solar- und Windstrom brauchen Stromspeicher!

Inzwischen ist einiges passiert: Die CDU Burgwedel hat in einer öffentlichen Veranstaltung das Konzept der Vollverkabelung der Firma Infranetz diskutiert. Die Grünen der Region haben einen in der Petition benannten Wissenschaftler zu Wort kommen lassen: Prof. von Hirschhausen bezweifelt weiterhin die Notwendigkeit einer solchen Hochspannungs-Gleichstromtrasse.

Nur die offizielle Politik in Isernhagen und der Region wollte sich bisher nicht mit Alternativen zur Monstertrasse befassen. Ihr offensichtlicher Unwillen wurde bei der Übergabe der ersten Unterschriften an die Verwaltungsspitzen auf öffentlichen Veranstaltungen der Region im Juli und der Gemeinde im August deutlich. Der Verein verzichtet daher auf eine erneute öffentliche Übergabe nach Abschluss der von 30.05.2014 bis 29.11.2014 gelaufenen Unterschriftenaktion. Er hofft aber trotzdem auf Resonanz von Seiten der Adressaten nach Zustellung der Petition.

Die Mitstreiter des Vereins haben sich inzwischen mit Bürgerinitiativen entlang der Trasse bis ins südliche Hessen vernetzt und sind zuversichtlich die verfehlte Planung mit Hilfe der Bundespolitik und der örtlichen Betroffenen aufhalten zu können. Dazu trägt auch die wachsende Zahl der betroffenen Städte und Gemeinden in der Region bei. Auch die großen Naturschutzverbände NABU und BUND haben sich mit ihrer Kritik zu Wort gemeldet und kürzlich befasste sich der BUND Hannover mit den gesundheitlichen Auswirkungen der vorgesehenen HGÜ-Technik.

Um auch im laufenden Verfahren beteiligt zu sein, wird der sich Umweltschutzverein mit seinen Einwänden auch an Tennet und die Bundesnetzagentur wenden.

Für den AK Energie/Suedlink
Siegfried Lemke
Dipl. Ing. Elektrotechnik

(Pressemitteilung Siegfried Lemke, 09.12.2014)

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  • Artikel veröffentlicht am 09.12.2014
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