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26.11.2014 CDU

CDU fordert Klinikum auf, Zahlen vorzulegen

CDU

Bei der CDU-Fraktion Region Hannover herrscht auch oder insbesondere nach den Bürgerversammlungen zum Thema „Medizinstrategie 2020 – Klinikum Region Hannover“ großes Unverständnis. Der zeitliche und politische Druck, mit dem das Konzept im Aufsichtsrat und Mitte Dezember in der Regionsversammlung beschlossen werden soll, ist nicht nachvollziehbar. „Es bleiben ganz entscheidende Aspekte ungeklärt, die unseres Erachtens fundamental für eine umfassende Auseinandersetzung mit dem Medizinkonzept wären“, sagt Bernward Schlossarek, Vorsitzender der CDU-Fraktion. „Es geht hier schließlich um eine weitreichende und strategische Entscheidung für das Wohl des Unternehmens.“

Im Detail ist damit die Offenlegung von der bisherigen Wirkung des Konsolidierungs- und Zukunftsprogramms (KuZ II) gemeint. Die zentrale Frage, die die Geschäftsführung des Klinikums beantworten muss, ist: Kann die prognostizierte „schwarze Null“ im Jahr 2017 wie angekündigt erreicht werden? In diesem Zusammenhang ist auch eine detaillierte Darstellung der finanziellen Lage der einzelnen Standorte und Abteilungen unverzichtbar. So kursieren derzeit lediglich zum Krankenhaus Springe verschiedenste Zahlen, die allenfalls ein Gradmesser sein könnten. „Es kann doch nicht sein, dass wir über die Schließung einzelner Standorte diskutieren, aber gar nicht wissen, ob diese Krankenhäuser Überschüsse oder Defizite erwirtschaften. Wir fordern die Vorlage eines tragfähigen Finanz- und Investitionskonzepts. Ohne dieses Konzept ist eine Entscheidung für oder gegen die Medizinstrategie 2020 nicht möglich“, meint Schlossarek.

Für die CDU kommt eine weitere Frage in der öffentlichen Diskussion viel zu kurz. Sollte es uns wert sein, eine kommunale und wohnortnahe Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum vorzuhalten? Schlossarek antwortet: „Ja, unbedingt! Wer über Jahrzehnte hunderte Millionen Euro in den öffentlichen Personennahverkehr steckt, dem sollte eine medizinische Daseinsvorsorge aus öffentlicher Hand mindestens genau so wichtig sein. Wenn Herr Jagau bei Patienten von Kunden und bei Krankenhäusern von Dienstleistungsunternehmen spricht, geht der Weg in eine falsche Richtung.“

(Pressemitteilung CDU-Fraktion Region Hannover, 26.11.2014)

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  • Artikel veröffentlicht am 26.11.2014
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