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23.09.2014 Region

Gleichstellungsausschuss berät über Förderung aus dem Integrationsfonds 2014

Region

100 Bewerbungen sind eingegangen, 27 Projekte sollen Geld erhalten
Region Hannover. Ein Theater-Projekt als Sprachschule, ein mehrsprachiger Elternstadtplan, ein Kochbuch mit internationalen Rezepten: Nur drei von insgesamt 100 Ideen, wie das Miteinander in einer bunten Gesellschaft aus Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte gelingen kann. 27 dieser guten Ideen sollen in diesem Jahr aus Mitteln des Integrationsfonds der Region Hannover gefördert werden. Das hat der Gleichstellungsausschuss der Region Hannover in seiner Sitzung am Dienstag, 23. September 2014, einstimmig empfohlen.

Mit seinem Votum folgt der Ausschuss dem Vorschlag einer sechsköpfigen Fachjury, die alle 100 Bewerbungen, die bei der Region Hannover in diesem Jahr eingegangen sind, gesichtet und bewertet hat. Die endgültige Entscheidung fällt am 30. September im Regionsausschuss. Seit 2009 ruft die Region Hannover jedes Jahr den Ideenwettbewerb „Miteinander – Gemeinsam für Integration“ aus und vergibt jeweils insgesamt 150.000 Euro zur Förderung von Projekten, die dem Miteinander verschiedener Kulturen dienen.

„Wir freuen uns, dass es ein unverändert hohes Interesse an unserem Fonds gibt“, sagt Dorota Szymanska, Leiterin der Koordinierungsstelle Integration der Region. „Es ist immer wieder spannend, was für unterschiedliche Ideen an uns herangetragen werden, um Integration zu fördern.“ Allein aus der Landeshauptstadt erreichten die Region Hannover 50 Bewerbungen. Mit sechs und drei Bewerbungen gingen Organisationen und Institutionen aus Garbsen und Barsinghausen ins Rennen.

Nicht alle Projekte, die voraussichtlich gefördert werden, sind in einer Kommune zu verorten. „Wir haben allein fünf Projekte, die dem Antrag nach regionsweit stattfinden“, berichtet Ina Schelm aus der Koordinierungsstelle Integration. So plant der Verein Romane Aglonipe eine Veranstaltungsreihe mit dem Fokus auf die Integration von Roma und Sinti. Das Jugendumweltbüro mit Sitz in Hannover möchte eine „Weltreise durch die Region Hannover“ veranstalten, bei der sich Jugendliche und junge Erwachsene mit unterschiedlichen Kulturen beschäftigen. Insgesamt zwölf Projekte finden in der Landeshauptstadt Hannover statt, jeweils zwei in Isernhagen und Langenhagen, weitere Projektstandorte sind Barsinghausen, Burgdorf, Laatzen, Hemmingen, Lehrte und Neustadt am Rübenberge.

Die nominierten Projekte in der Übersicht:

Projektort: Hannover
Stadtteiltreff Sahlkamp, Elmstr. 15, 30657 Hannover
Theater-Sprach-Werkstatt 2014
Der Stadtteiltreff plant in den Herbstferien 2014 eine Theater-Sprach-Werkstatt mit Grundschulkindern der 2. bis 4. Klassen durchzuführen. Dabei soll ein Theaterstück erarbeitet werden, welches die Alltagserlebnisse der Kinder mit einbeziehen und welches durch die Kinder weitestgehend selbstständig erarbeitet werden soll. Bei der Erarbeitung werden sich die Kinder mit Sprache auseinandersetzen, Texte schreiben, Rollen einstudieren und szenische Abläufe vorbereiten. Auch musikalische Elemente werden Teil des Stückes sein.
Abgerundet wird das Projekt mit spielerischen Pausen, Sportangeboten und mit gemeinsamen Ausflügen (bspw. Besuch des Freilichttheaters mit Blick hinter die Kulissen).
Ziel des Projekts ist es, die Sprachkompetenz der Grundschulkinder in der deutschen Sprache zu verbessern.
Beantragte Fördersumme: 6.450 Euro

Projektort: Burgdorf
Burgdorfer Mehr-Generationen-Haus e.V., Gartenstraße 28, 31303 Burgdorf
Patenschaft für junge Asylschülerinnen und -schüler
Durch den vor Ort ehrenamtlich organisierten Sprachunterricht hat die Projektträgerin intensiven Kontakt zu jungen Flüchtlingen aufgebaut. Geplant ist es nun, diese jungen Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 21 Jahren im Rahmen einer Patenschaft für den weiteren Schulbesuch zu festigen und auch beim Übergang von der Schule in den Beruf zu begleiten. Dazu wird ein Patenschaftstandem gebildet, welches sich einmal wöchentlich im Treffpunkt des Mehr- Generationen-Hauses zu unterschiedlichsten Themen austauschen kann. Zudem sind Gesprächskreise zum Austausch für die Patinnen und Paten sowie Gruppenausflüge geplant.
Ziel des Projekts ist es, den jungen Erwachsenen einen erfolgreichen Einstieg in das (Aus-)Bildungssystem zu ermöglichen und Lebensperspektiven aufzuzeigen.
Beantragte Fördersumme: 10.405 Euro

Projektort: Hannover
Grundschule Stammestraße, Stammestr. 53, 30459 Hannover
Integration macht Schule
Die Grundschule möchte für die Mütter der Kinder (3. und 4. Klasse) ein Bildungsprojekt anbieten, indem die Teilnehmerinnen in der Hilfe zur Selbsthilfe gestärkt werden.
Dabei sollen u. a. Sprachkenntnisse in der deutschen Sprache vermittelt werden, Lese- und Schreibschulungen durchgeführt werden oder auch Einstiege in verschiedene Schulfächer gegeben werden. Zudem sind Informationsveranstaltungen zum Gesundheitswesen geplant sowie Ausflüge zu örtlichen Stadtteileinrichtungen und -angeboten.
Zurzeit besuchen 265 Kinder die Grundschule, sie stammen aus 28 verschiedenen Herkunftsländern. Seit längerem ist die Schule eine „verlässliche Grundschule“. Neben den regulären Unterrichtsfächern wird eine Vielzahl von AGs im musischen, künstlerischen und sportlichen Bereich angeboten.
Ziel des Projekts ist es, den Frauen Selbsthilfemöglichkeiten aufzuzeigen und sie für alltägliche Bereiche (bspw. Behördenbesuche, Arztbesuch) zu stärken.
Beantragte Fördersumme: 13.120 Euro

Projektort: Ronnenberg
Stadt Ronnenberg, Hansastraße 38, 30952 Ronnenberg
Aylin und Ronni lernen ihre Stadt kennen
Die Stadt möchte mit Müttern mit und ohne Migrationshintergrund einen mehrsprachigen Elternstadtplan erarbeiten. Dazu sollen verschiedene Institutionen und Treffpunkte (bspw. Rathaus, Diakonie, Familien- und Frauenzentrum, Jugendeinrichtungen, Bibliotheken etc.) in Ronnenberg besucht und kennengelernt werden. Im Vorfeld, aber auch im Anschluss werden diese Besuche aufgearbeitet und in einem Stadtplan zusammengefasst.
Die Teilnehmerinnen sollen nach der Erstellung des Planes als Lotsinnen fungieren und diesen bei Besuchen in den Kindergärten vorstellen.
Ziel des Projekts ist es, die vielschichtigen Angebote vor Ort aufzuzeigen und Familien mit den Einrichtungen kontinuierlich zu vernetzen.
Beantragte Fördersumme: 3.950 Euro

Projektort: Region Hannover
Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V. (LVG & AFS Nds. e.V.), Fenskeweg 02, 30165 Hannover
Ortsbesuche
Im Rahmen des Projekts sollen gezielt Familien mit älteren Migrantinnen und Migranten über Unterstützungsangebote aus dem Gesundheits- und Pflegebereich informiert und die Einrichtungen weiter interkulturell geöffnet werden.
Dazu sollen MigrantInnenselbstorganisationen mit den Einrichtungen kooperieren. Die Teilnehmenden besuchen sich vor Ort gegenseitig, begleitet werden die Teilnehmenden von einer Dolmetscherin bzw. einem Dolmetscher.
Ziel ist es, durch Besuche vor Ort sich gegenseitig und die Einrichtungen und Unterstützungsangebote kennenzulernen, aber auch wiederum für die Lebenssituationen von Familien mit Zuwanderungsgeschichte zu sensibilisieren.
Beantragte Fördersumme: 2.075 Euro

Projektort: Lehrte/Hannover
Hand in Hand für Frauen und Kinder, Manskestr. 26 a, 31275 Lehrte
Raus aus den vier Wänden
Die Projektträger möchten mit Kindern, Jugendlichen und Migrantinnen, die bisher noch nicht im öffentlichen Leben stehen, öffentliche Einrichtungen (bspw. Rathaus, Polizei, Universität, Museen, Kirchen etc.) besuchen und über deren Arbeit aufklären. Gleichzeitig soll sich durch diese Gemeinschaftsaktionen das Zusammenleben verschiedener Generationen verbessern.
Ziel des Projekts soll sein, die gesellschaftliche Teilhabe der Teilnehmenden zu fördern und den Kontakt zwischen den Kindern, Jugendlichen und Migrantinnen weiter auszubauen.
Hand in Hand für Frauen und Kinder ist der Name eines freiwilligen Zusammenschluss aus zwei des Türkischen Elternvereines in Lehrte.
Beantragte Fördersumme: 4.700 Euro

Projektort: Neustadt a. Rbge.
„Frauen dieser Welt“ - Internationaler Frauenclub Neustadt a. Rbge. e.V., In den Kiefern 5, 31535 Neustadt a. Rbge.
„Lecker und informativ“ – Frauen, ihre Geschichten und Rezepte aus aller Welt
Im Internationalen Frauenclub sind mehr als 30 Frauen aus vielen verschiedenen Herkunftsländern aktiv. Alle Frauen haben aus ihrer Heimat bekannte Rezepte zusammen getragen und möchten diese mit Geschichten und Anekdoten aus den vielen Ländern in einem Koch- und Lesebuch veröffentlichen.
Ziel des Projekts ist es, die Rezepte bekannt zu machen und damit anderen Menschen die Angst vor „Unbekanntem“ zu nehmen. Zudem sollen durch das gemeinsame Wirken an dem Buch neue Freundschaften entstehen.
Beantragte Fördersumme: 2.750 Euro

Projektort: Hannover
Nina.Dieckmann-Stiftung, Poelzigweg 03 a, 30559 Hannover
Deutsch für Grundschulkids
Kinder aus zugewanderten Familien besuchen oftmals vor Schuleintritt bereits den Sprachfrühförder-unterricht (Kita), in vielen Fällen ist aber die sprachliche Entwicklung der Kinder noch nicht ausreichend ausgebildet, wenn sie in die Schule gehen. Die Projektträgerin möchte deshalb an 8 Grundschulen in Hannover Sprachkurse anbieten, die den Kindern eine Hilfestellung beim weiteren Aufbau der deutschen Sprache, deren Erweiterung und Vervollständigung bieten soll.
Ziel des Projekts soll sein, dass die Kinder dem Unterricht schnellstmöglich angemessen folgen können.
Beantragte Fördersumme: 11.600 Euro

Projektort: Langenhagen
Pestalozzischule Langenhagen, Konrad-Adenauer-Str. 41-43, 30853 Langenhagen
Alleine bin ich ein Wort, eine Note, ein Schritt, zusammen sind wir ein Gedicht, ein Lied, ein Tanz und ein TEAM!
Kulturelles Integrationsprojekt für alle Schüler/innen und Lehrkräfte
Geplant ist eine Schulaktion der besonderen Art. Innerhalb von vier Tagen werden für alle Teilnehmenden (Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte) Workshops außerhalb der Schule angeboten, die Kulturelemente aus den Bereichen Dichtung, Musik, Tanz und integrativer Teambildung beinhalten. Bei dieser Fördermaßnahme steht im Vordergrund, dass die Schülerinnen und Schüler über Anregungen ihre kreativen und innovativen Kapazitäten und Stärken entdecken.
Ziel des Projekts ist es, dass alle Teilnehmenden ihre sozialen Kompetenzen im interkulturellen Kontext erweitern, indem u.a. die kulturelle und religiöse Identität der Teilnehmenden gewürdigt wird und die Schülerinnen und Schüler dadurch miteinander in den Austausch kommen.
Beantragte Fördersumme: 26.650 Euro

Projektort: Hannover
Phoenix e.V., Postfach 47 62, 30047 Hannover
Informationsflyer für Sexarbeiter_innen mit Migrationshintergrund
Der Verein möchte einen Flyer mit Informationen zu Orten und Institutionen (bspw. Phoenix, Ausländerbehörde, Finanzamt, Polizei, Apotheken), die für zugezogene Sexarbeiterinnen – und arbeiter mit Migrationshintergrund zur Orientierung wichtig sein können, gestalten. Eine Seite soll dabei die entsprechenden Informationen der Einrichtungen bereitstellen (u.a. mit Piktogrammen für Analphabetinnen und Analphabeten), auf der anderen Seite wird ein Stadtplan zu sehen sein, der die Einrichtungen kennzeichnet.
Ziel des Projekts ist es, dass sich die Arbeiterinnen und Arbeiter selbstständig orientieren können.
Beantragte Fördersumme: 1.280 Euro

Projektort: Barsinghausen
Internationaler Kulturverein Barsinghausen e.V., Bahnhof Str. 2, 30890 Barsinghausen
Internationale Nähwerkstatt
Der Verein möchte einen Kurs anbieten, indem Frauen mit und ohne Migrationshintergrund unter Anleitung einer Schneiderin das Nähen erlernen oder vertiefen, so dass es ihnen möglich ist, Kleidung selbst herzustellen oder zu reparieren. Dabei soll der niedrigschwellig angelegte Kurs eine Austauschmöglichkeit zwischen Frauen unterschiedlichster Herkunft bieten und eine Begegnungsmöglichkeit vor Ort schaffen.
Ziel des Projekts ist es, die Frauen mit Hilfe zur Selbsthilfe weiter zu stärken.
Beantragte Fördersumme: 5.444,50 Euro

Projektort: Hannover
MediNetz Hannover – Medizinische Flüchtlingsberatung e.V., Zur Bettfedernfabrik 3, 30451 Hannover
Veranstaltungsreihe mit Vorträgen, Solidaritätskonzert und Blutspendenaktion
Das Projekt besteht aus drei unterschiedlichen Modulen.
Zunächst ist eine Veranstaltungsreihe geplant, die bspw. Krankenhäuser über die medizinische Versorgung von Flüchtlingen (insbesondere Menschen ohne Papiere) aufklärt. Dabei soll die rechtliche Situation, aber auch die Aufgaben der Krankenhäuser geklärt werden. Zudem soll ein Solidaritätskonzert gemeinsam mit Asylbewerberinnen und –bewerbern organisiert werden und während einer Blutspendenaktion wird zur Flüchtlingssituation informiert.
Ziel des Projekts ist es, die Öffentlichkeit für die Situation von Flüchtlingen zu sensibilisieren.
Beantragte Fördersumme: 8.325,52 Euro

Projektort: Hannover
VIA Linden e.V., Elisenstr. 10, 30451 Hannover
Generation 1.0
In den Osterferien 2015 plant der Projektträger ein Gemeinschaftsprojekt für Jugendliche, um ihnen zu zeigen, welche Freizeit- und Lernerfahrungen auch ohne die vielfältigen sozialen Medien, das Internet oder Smartphones möglich sind. Dazu werden Begegnungen mit Seniorinnen und Senioren ermöglicht, die vor der digitalen Revolution aufgewachsen sind. Die Teilnehmenden werden im Projektzeitraum bspw. ein Erzählcafè gestalten, gemeinsam Kochen und Backen oder auch ein Stehgreiftheater inszenieren.
Ziel des Projekts ist es u.a., den Teilnehmenden Medienkompetenz zu vermitteln und alternative Freizeitgestaltungsmöglichkeiten außerhalb des Internets und der sozialen Medien aufzuzeigen.
Beantragte Fördersumme: 4.000 Euro

Projektort: Region Hannover
Frauengruppe im Roderbruch, Neue-Landstr. 90, 30655 Hannover
Region Hannover entdecken – wir sind ein Teil davon!
Das Projekt richtet sich vorwiegend an Frauen und Kinder aus verschiedenen arabischen Ländern, die erst seit kurzem in Hannover leben. Gemeinsam mit der Frauengruppe sollen sie bei mind. 15 verschiedenen Ausflügen (Übersetzung wird ermöglicht) ihr unmittelbares Wohnumfeld sowie Sehenswürdigkeiten in der Region Hannover kennenlernen (bspw. Steinhuder Meer, Museum, Park der Sinne, Rathaus, Stadtteilbauernhof). Die Kinder sollen die Ausflüge mit Fotos dokumentieren.
Ziel des Projekts ist es, dass die Familien sich und die Region Hannover kennenlernen, neue Freundschaften entstehen und dadurch ein friedliches Miteinander ermöglicht wird.
Die Frauengruppe ist ein freiwilliger, privater Zusammenschluss von Eltern im Stadtteil, die einige Aktivitäten (bspw. Hausaufgabenhilfe, Sprachunterricht arabisch, Islamkunde) anbieten.
Beantragte Fördersumme:4.760 Euro

Projektort: Langenhagen
Asiatische Frauengruppe Langenhagen, Eiselenweg 40, 30851 Langenhagen
Asiatinnen in der Region
Die Frauengruppe möchte sich regelmäßig zu bestimmten Themen treffen und sich auch mit Fachreferentinnen und –referenten ggf. austauschen. Auch sollen besondere Aktivitäten innerhalb der Region Hannover angeboten werden.
Zudem soll die Gruppe durch intensivierte Öffentlichkeitsarbeit noch bekannter in der Region Hannover gemacht werden.
Ziel des Projekts ist es u.a., die Teilhabe der Frauen an der Gesellschaft weiter zu stärken.
Beantragte Fördersumme: 1.260 Euro

Projektort: Region Hannover
Jugendumweltbüro JANUN e.V. Hannover, Seilerstr. 12, 30171 Hannover
Weltreise durch die Region Hannover
Mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit und ohne Migrationshintergrund sollen gemeinsam Workshops erarbeitet und durchgeführt werden. Die Workshopteilnehmenden sollen am Beispiel je einer Kultur Informationen zum jeweiligen Land erarbeiten (bspw. landeskundlicher Überblick, Kulturtypisches, Brückenschlag zum Leben in der Region Hannover). Bei jedem Workshop werden Migrantinnen und Migranten die Rolle der/ des ReferentInnen übernehmen, die Herkunft der/des ReferentInnen bestimmt das zu bearbeitende Land.
Ziel ist es, den Teilnehmenden (bspw. Schulen) kulturelle Vielfalt als wichtigen Wert für die Gesellschaft zu vermitteln und Begegnungen zwischen Migrantinnen, Migranten und Deutschen zu ermöglichen.
Beantragte Fördersumme: 3.958,95 Euro

Projektort: Hannover
Förderverein der IGS Südstadt, Altenbekener Damm 20, 30173 Hannover
Dort sind meine Wurzeln, hier ist mein Zuhause
Im Rahmen eines Ausstellungsprojektes erarbeiten Schülerinnen und Schüler im Alter von zehn bis 14 Jahren Plakate und Collagen, die ihre eigene Herkunft und ihre gegenwärtige Situation darstellen. Dazu sollen auch Erfahrungen der Eltern oder Großeltern mit einbezogen werden. Die Ergebnisse sollen dann in einer Ausstellung der Schulgemeinschaft, aber auch einer breiten Öffentlichkeit gezeigt werden.
Ziel des Projekts ist es u.a., mit der Ausstellung Informationen zu anderen Ländern oder Kulturen zu vermitteln, so dass Vorurteile oder Ängste abgebaut werden können.
Die IGS Südstadt ist eine vierzügige Integrierte Gesamtschule in Hannover. Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit liegen bspw. im sozialen Lernen (Gemeinschaft und Verantwortung), im eigenverantwortlichen sowie im musisch-kulturellen Lernen.
Beantragte Fördersumme: 5.500 Euro

Projektort: Hemmingen
Stadt Hemmingen, Rathausplatz 1, 30966 Hemmingen
Interkulturelles Café
Entstanden aus einer Idee des Hemminger Netzwerkes für Flüchtlinge möchte die Stadt einmal im Monat ein Begegnungstreffen von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund in Form eines Interkulturellen Cafés organisieren, bei dem verschiedene Aktionen durchgeführt werden sollen. Zum Kennenlernen sollen zunächst länderspezifische Themen oder kulturelle Angebote gewählt werden. Das Café und seine Angebote wird dabei durch die aktive Mitarbeit der Teilnehmenden gestaltet, so dass die Interessen und Wünsche im Vordergrund stehen können.
Ziel des Projekts ist es u.a., dass das Café offen für alle Hemminger Mitbürgerinnen und Mitbürger ist, um sich generationsübergreifend zu begegnen und kennenlernen, gegenseitige Vorurteile abzubauen und die kulturelle Vielfalt vor Ort als eine Bereicherung wahrzunehmen.
Beantragte Fördersumme: 3.810 Euro

Projektort: Hannover, Laatzen, Ronnenberg
Transition Town Hannover e.V., Hausmannstr. 9 - 10, 30159 Hannover
Projekt „Weltgärten“
Das Projekt richtet sich an die Bewohnerinnen und Bewohner von verschiedenen Wohnheimen (Flüchtlinge, Aussiedlerinnen und Aussiedler). Der Verein möchte mobile Blumen- und Kräuterbeete auf Palettengärten bei den Wohnheimen zur Bewirtschaftung bereitstellen. Durch gemeinschaftliches Gärtnern von Einheimischen und den Teilnehmenden sollen nachbarschaftliche Kontakte geknüpft werden. Zum Abschluss des Projektes soll ein gemeinsames Kochbuch mit Rezepten aus aller Welt entstehen.
Ziel des Projekts ist es u.a., nachbarschaftliche Begegnung zu schaffen, die Isolation der Bewohnerinnen und Bewohner der Wohnheime aufzubrechen und einen kulturübergreifenden Austausch zu fördern.
Beantragte Fördersumme: 10.700 Euro

Projektort: Hannover
BTEU e.V., Hamburger Allee 43, 30161 Hannover
Weil ich es kann!
Das Projekt ist von Jugendlichen entwickelt worden und richtet sich auch an diese im Alter von 13 bis 26 Jahren mit und ohne Migrationshintergrund. Den Jugendlichen soll die Möglichkeit gegeben werden, sich mit ihren Fähigkeiten und möglichen Berufswegen auseinander zu setzen. Dabei lernen die Teilnehmenden in vier Phasen:

  • Schulung (Erkennen eigener Stärken/Kompetenzen; Anforderungen im Beruf; Trainings zu Bewerbungsgesprächen/Assessment)
  • Erprobung (Berufe kennenlernen; praxisnahe Übungen; Erarbeitung Selbstbild)
  • Vereinbarung (Kommunikationsstrukturen aufbauen; Integrationschancen durch verlässliche Vereinbarungen)
  • Seminarwoche zur Identitätsfindung und Diskriminierungserfahrungen

Ziel des Projekts ist es u.a., die Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen zu stärken und die Integration in den Arbeitsmarkt zu erleichtern.
Der BTEU besteht seit 1989 und kooperiert mit bspw. Wirtschaftsförderungseinrichtungen der Kommunen, den Kammern sowie Wirtschaftsinstitutionen in Form von Projekten und Tagungen. Ziel ist es gerade bei EntscheidungsträgerInnen die Bedeutung des Unternehmertums immer wieder in den Mittelpunkt zu rücken, Interessen deutlich zu machen und entsprechende Handlungsfelder zu deren Durchsetzung anzuregen.
Beantragte Fördersumme: 11.500 Euro

Projektort: Isernhagen
Gemeinde Isernhagen, Bothfelder Str. 29, 30916 Isernhagen
Auf- und Ausbau der ehrenamtlichen Integrationsarbeit
Die Gemeinde möchte mit einer Gruppe ehrenamtlich Helfenden neu zugewiesene Asylbewerberinnen und – bewerber in der Gemeinde begrüßen. Dazu sollen die Helferinnen und Helfer die Menschen bei alltäglichen Situationen bspw. zu behördlichen Terminen begleiten oder bei der Wohnungssuche oder beim Erlernen der deutschen Sprache unterstützen.
Ziel des Projekts ist es u.a., eine eigenständige Hilfestruktur durch die ehrenamtlich Tätigen zu entwickeln, um qualitative Integrationshilfe zu leisten.
Beantragte Fördersumme: 1.000 Euro

Projektort: Isernhagen
Gemeinde Isernhagen, Bothfelder Str. 29, 30916 Isernhagen
Informationsbroschüre für Asylbewerberinnen und -bewerber
In 8 verschiedenen Sprachen soll eine Informationsbroschüre für Asylbewerberinnen und –bewerber vor Ort erstellt werden, die eine Orientierung zur gemeindlichen Infrastruktur oder Belangen des täglichen Lebens bietet. Dazu hat das ehrenamtlich tätige Helfernetzwerk einen ersten Entwurf gestaltet, der nun final entwickelt und übersetzt werden soll.
Ziel des Projekts ist es u.a., eine Orientierungshilfe für die Menschen zu schaffen.
Beantragte Fördersumme: 400 Euro

Projektort: Region Hannover
Romane Aglonipe e.V., Lister Meile 4, 30161 Hannover
Projekt Roma und Sinti für Integration und Teilhabe
(ROSI-Projekt): Maßnahmen zur Unterstützung der Integration von Roma und Sinti in den Handlungsfeldern Soziales, Bildung, Arbeitsmarkt und Gesundheit
Zunächst sollen Schlüsselpersonen aus der Community für eine Arbeitsgruppe gewonnen werden, die dann gemeinsam als AG eine Veranstaltungsreihe organisieren. Diese Reihe soll in Stadtteilen, in denen Sinti und Roma leben, veranstaltet werden, um zu verschiedenen Themen (bspw. Soziales, Bildung, Arbeitsmarkt, Gesundheit) zu informieren. Gleichzeitig soll eine Einzelfallberatung (Sprechstunden) oder Begleitungsmöglichkeiten für Hilfesuchende angeboten werden. Abschließend möchte der Projektträger eine interkulturelle Kompetenzschulung konzipieren und durchführen, die gezielt Kompetenzen zu Sinti und Roma an Fachkräfte aus den o.g. Handlungsfeldern vermitteln soll. Ziel des Projekts ist es u.a., Sinti und Roma zu unterstützen und deren Teilhabe und Integration zu verbessern.
Beantragte Fördersumme: 30.000 Euro

Projektort: Hannover
Jugendtreff Bauwagen „Schwarze Heide“, Innersteweg 7, 30419 Hannover
Von Benachteiligten zu Beteiligten
Das Projekt richtet sich an Schülerinnen und Schüler der IGS Stöcken im Alter von 15 bis 17 Jahren mit und ohne Migrationshintergrund. Diese können sich in einer AG zur Teamerin bzw. zum Teamer ausbilden lassen.
Bestandteile dieser Ausbildung werden bspw. rechtliche und jugendpolitische Aspekte sein, ein Erste-Hilfe-Kurs, kreativ- und gruppenfördernde Angebote, aber auch Themen wie Interkulturalität und Integration in der Kinder- und Jugendarbeit. Mit den Teamerinnen und Teamern ist zudem eine Seminarfahrt geplant. In den Ferien 2015 können die Ausgebildeten dann ihr Wissen praktisch im Jugendtreff erproben oder ihr Wissen an neue Interessierte weitergeben.
Ziel des Projekts ist es u.a., durch die zusätzliche Qualifikation der Teilnehmenden die Chancen auf dem Ausbildungsmarkt zu verbessern.
Im Quartier “Schwarze Heide” (Stöcken) betreibt seit Sommer 2009 die Dt. Jugend in Europa, Kreisverband Hannover Stadt e.V. diesen Treffpunkt. Der Bauwagen bietet den einzigen geschützten Ort für Jugendliche im Stadtteil, neben offenen Angeboten werden auch Hausaufgaben- und Nachhilfe angeboten.
Beantragte Fördersumme: 1.600 Euro

Projektort: Hannover
Haus der Religionen, Böhmerstr. 8, 30173 Hannover
„Wer bist Du? Wer bin ich? Frauen schaffen Vertrauen in religiöser Vielfalt und gestalten Zukunft“
Frauen aus unterschiedlichen Religionsgemeinschaften mit und ohne Migrationshintergrund sollen sich in einer Gruppe zusammenschließen und gemeinsam 6 Veranstaltungen planen und durchführen. Bei jeder Veranstaltung wird ein Frauenthema durch ein Referat eingeführt, im Anschluss folgen vertiefende Workshops und ein Besuch bei der gastgebenden Religionsgemeinschaft.
Ziel des Begegnungsprojekts ist es u.a., durch die Besuche sich gegenseitig kennenzulernen und ein Miteinander von Frauen unterschiedlicher Religionszugehörigkeit zu fördern.
Beantragte Fördersumme: 4.850 Euro

Projektort: Hannover
Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachsen e.V., Marienstr. 28, 30171 Hannover
Leben nach dem Trauma – Frauen helfen sich gegenseitig weiter
Geplant ist es, eine Selbsthilfegruppe für traumatisierte Flüchtlingsfrauen aus den Wohnheimen zu initiieren, die niedrigschwellig ansetzt. Die Gruppe wird durch das Netzwerk begleitet und bei den Treffen werden die Teilnehmerinnen über psychische Erkrankungen aufgeklärt (Psychoedukation) und therapeutische Übungen durchgeführt.
Ziel des Projekts ist es u.a., den Frauen durch die soziale Unterstützung eine Entlastungsituation zu schaffen, ein positives Selbstwert- und Zusammengehörigkeitsgefühl aufzubauen und auch kommunikative Fähigkeiten zu verbessern.
Das Netzwerk ist Trägerin des Psychosozialen Zentrums. Dieses gewährleistet die bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung für traumatisierte Flüchtlinge (mit und ohne gesicherten Aufenthalt) und Folterüberlebende in Niedersachsen. In jedem Einzelfall wird die Vermittlung in die Regelversorgung sowie in wohnortnahe Hilfe angestrebt.
Beantragte Fördersumme: 2.000 Euro

Projektort: Hannover
Stadtteilforum Vahrenheide, Plauener Str. 12 a, 30179 Hannover
Ein Stadtteil wird „Ü 50“!
Das Stadtteilforum ist ein offener Treffpunkt für alle, die im Stadtteil wohnen, arbeiten, politisch tätig oder ImmobilieneigentümerIn sind und die wissen und mitentscheiden wollen, was sich im Stadtteil in den nächsten Jahren ändern soll. Es befasst sich mit allen Themen, die den Stadtteil betreffen.
Das Forum möchte im Stadtteil zehn niedrigschwellige Erzählcafès anbieten, die vor allem ältere Menschen mit und ohne Migrationshintergrund mit ihren Geschichten erreichen sollen, aber auch für andere Menschen offen sind. Am Anfang der jeweiligen Veranstaltung wird durch lokale Expertinnen und Experten (ZeitzeugInnen) in ein Thema eingeführt, im Anschluss folgt ein Austausch unter allen Teilnehmenden. Themen für die Erzählcafés sind bspw.:

  • Angekommen im neuen Stadtteil
  • Von der Taufe …. 50 Jahre Kirche im Stadtteil
  • Frauenleben – zwischen Haus und Vorstand
  • Älter werden – wie kann ich bleiben

Ziel des Projekts ist es u.a., neue Kontakte und Begegnungen im Alter zu ermöglichen und einen niedrigschwelligen Zugang zum Stadtteilforum herzustellen.
Beantragte Fördersumme: 2.180 Euro

(Pressemitteilung Region Hannover, 23.09.2014)

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  • Artikel veröffentlicht am 23.09.2014
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