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12.09.2014 Hannover, Region

Hannöversche Einheits Zeitung HEZ fordert: Die Mauer muss weg!

Zum Tag der Einheit, Feier in Hannover
Hannover. Eine Mauer geht nach wie vor quer durch Deutschland: Die Mauer zwischen Arm und Reich. Diese Mauer muss weg. Das ist die Kernbotschaft der HEZ, der Hannöverschen Einheits Zeitung, die anlässlich der Einheitsfeier in Hannover am 2. und 3.10.2014 erschienen ist.

Die HEZ wird herausgegeben von der Landesarmutskonferenz LAK Niedersachsen sowie von Klaus-Dieter Gleitze (V. i. S. d. P.), Achim Beinsen und Hermann Sievers. Sie erscheint einmalig und kostenlos zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober in einer Auflage von 10.000 Stück.

Die HEZ wird vorab verteilt, über Verbände und Mitglieder der Landesarmutskonferenz, über Betroffene und deren Initiativen, in Stadtteilzentren, Jobcentern, Parteien, Geschäften und interessierten Organisationen. Sie ist auch bei der Einheitsfeier auf der Niedersachsenmeile im Zelt der LAK Niedersachsen erhältlich.

HEZ-Mitherausgeber Klaus-Dieter Gleitze von der LAK Niedersachsen betont:
„Im allgemeinen Feiertagsjubel darf eins nicht untergehen: Massenarmut in einer der reichsten Gesellschaften der Welt ist ein Skandal. Fast jeder sechste Niedersachse ist von Armut bedroht. Alle Akteure sind aufgerufen, sich gegen Armut und Ausgrenzung zu engagieren: Politik, Verbände, Gesellschaft und nicht zuletzt die Betroffenen. Ohne ihre Beteiligung kann Armut nicht nachhaltig bekämpft werden. Die HEZ will einen kleinen Beitrag dazu leisten, indem sie verschiedenen Akteuren aus dem Bereich der Armutsbekämpfung eine gemeinsame Plattform bietet. Sie engagiert sich für mehr Teilhabe und soziale Gerechtigkeit.“

Ministerpräsident Stephan Weil in einem Grußwort für die HEZ:
„… Die Spaltung der Gesellschaft in arm und reich, in gebildet und ungebildet, muss überwunden werden. Es ist Aufgabe des Staates, die Rahmenbedingungen zu verbessern, damit Menschen in Würde leben können …“

In der HEZ kommen Betroffene und ihre Projekte zu Wort, die Arbeit der LAK Niedersachsen wird vorgestellt und es gibt Informationen für Menschen in prekären Lebenssituationen. Die Kultur kommt auch nicht zu kurz: Gedichte, Cartoons, Fotos und ein Bericht über das erfolgreiche Kunstprojekt „Armut? Das ist doch keine Kunst!“ bilden eine kritische, informative und unterhaltsame Mischung.

Die Macher der HEZ unterstreichen:
„Uns ist ein guter, niedrigschwelliger Zugang zu Kultur und Bildung für alle besonders wichtig. Der Satz von Fjodor M. Dostojewski, „Kunst ist für den Menschen genauso ein Bedürfnis wie Essen und Trinken“, bringt es für uns auf den Punkt. Deshalb präsentieren wir im Zelt der LAK Niedersachsen auch Teile des Projektes „Armut? Das ist doch keine Kunst!“. Wir würden uns freuen, wenn zahlreiche Menschen gerade mit geringem Einkommen unser Angebot wahrnehmen und sich an unseren bunten und kreativen Aktionen beteiligen. Gemeinsam wollen wir unter anderem eine richtige Mauer einreißen, die Mauer zwischen Arm und Reich.“

Die Performance „Die Mauer muss weg! Mauern einreißen für alle“ findet am 2. und 3.10. jeweils um 17 Uhr statt.
Weiter im Zelt der LAK Niedersachsen: Kunst zum Mitmachen, Performances, Blühende Landschaften to go & 100 DM Begrüßungsgeld, Straßenmusik, Onkel Olli’s Einheits-Cocktailkutsche, Poetry Slam, Informationen, Gespräche und natürlich die HEZ!

Bleibt die spannende Frage: Wie viele von den eingeladenen 10 reichsten Niedersachsen kommen am 3.10. um 16 Uhr ins Zelt der LAK zum Gründungskongress einer Landesreichtumskonferenz?

Die LAK Niedersachsen und ihr Mitglied, der Kinderschutzbund, sind bei der Einheitsfeier Nachbarn und veranstalten Aktionen und Interventionen gemeinsam.

Download (via Google Drive): HEZ – Hannöversche Einheits Zeitung – Ausgabe Nr 1 (PDF / 6,7 MB)

(Pressemitteilung Landesarmutskonferenz Niedersachsen, Klaus-Dieter Gleitze, 12.09.2014)


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