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27.01.2014 Region

Gedenkstätte Ahlem: Vortrag über die Widerstandskämpferin Elisabeth Schmitz

Region

„Vergessen, entdeckt, geehrt“
Die Berliner Studienrätin Dr. Elisabeth Schmitz (1893 – 1877) verfasste bereits 1935 eine fundierte Denkschrift gegen die Entrechtung der Juden und versuchte vergeblich, die evangelische Kirche zum Protest zu bewegen. Nach dem Pogrom 1938 quittierte sie den Schuldienst, versteckte Deutsche jüdischer Herkunft und bewahrte so etliche von ihnen vor der Deportation.

Auf Einladung der Gedenkstätte Ahlem referieren am Donnerstag, 6. Februar 2014, die Historikerin Dr. Anke Sawahn und der Theologe Dr. Jens Gundlach über Leben und Wirken der Widerstandskämpferin Elisabeth Schmitz, die lange vergessen, dann wiederentdeckt und in Yad Vashem als „Gerechte unter den Völkern“ geehrt wurde. Die Vortragsveranstaltung beginnt um 19.00 Uhr im Haus der Region, Raum N 002, Hildesheimer Straße 18, in Hannover.

Elisabeth Schmitz ist eine erst vor kurzem wiederentdeckte Widerstandskämpferin gegen die NS-Diktatur vom Rang eines Dietrich Bonhoeffer. Durch glückliche Umstände blieb ihr ein Martyrium erspart. Couragiert und mit klaren Worten trat sie in Berlin bereits 1933 der Judenverfolgung durch die NS-Diktatur entgegen. Mehrfach besuchte sie Karl Barth in der Schweiz, stieß aber bei ihm auf taube Ohren. Nach der Pogromnacht 1938 veranlasste sie den Dahlemer Pfarrer Helmut Gollwitzer zu einer mutigen Bußtagspredigt gegen die Verbrechen. Vergessen von Kirche und überlebenden Mitstreitern, starb Elisabeth Schmitz 1977 in ihrer Geburtsstadt Hanau. Der Staat Israel nahm sie Ende 2011 in Yad Vashem als „Gerechte unter den Völkern“ auf.

Anke Sawahn ist Historikerin und Germanistin und seit 1983 freiberuflich als Dozentin in der Erwachsenenbildung tätig. 2007 promovierte sie im Fach Geschichte. Ihre Themenschwerpunkte sind die Frauen- und Geschlechtergeschichte, Biographien und die Geschichte der Juden.

Jens Gundlach war als Redakteur bei der HAZ bis 2003 verantwortlich für die Themen Kirche und Gesellschaft. Als Theologe und Politikwissenschaftler veröffentlichte er 2010 eine Studie über den Kirchenkampf am Beispiel des hannoverschen Theologen Heinz Brunotte, der im Unterschied zu Elisabeth Schmitz mit dem NS-Staat zusammenarbeitete.

(Pressemitteilung Region Hannover, 27.01.2014)

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