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04.11.2013 Hannover, Region

Passivhaussiedlung als Vorbild für andere Kommunen

Klimaschutztour des Umweltdezernenten der Region Hannover
Hannover. Vorbildliche Klimaschutzprojekte stehen im Mittelpunkt der „Regionalen Klimaschutz-Tour 2013“ des Umweltdezernenten der Region Hannover. Am Montag, 4.11, besuchte Prof. Dr. Axel Priebs aus Anlass des bevorstehenden 10. Passivhaustages die Klimaschutzsiedlung zero:e park in Hannover-Wettbergen und ließ sich von der hannoverschen Wirtschafts- und Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette über die Baufortschritte in der Null-Emissionssiedlung informieren. Dort werden rund 330 Eigenheime in Passivhaus-Bauweise errichtet. Nach Besichtigung des Musterhauses der Wohnungsbaugesellschaft Meravis und einem Rundgang durch das Baugebiet wurde noch das innovative Konzept des Passivhaussupermarkts von Rewe vorgestellt.

Prof. Dr. Axel Priebs, Umweltdezernent Region Hannover und Sabine Tegtmeyer-Dette, Wirtschafts- und Umweltdezernentin LHH (Foto: Florian Arp)

Prof. Dr. Axel Priebs, Umweltdezernent Region Hannover und Sabine Tegtmeyer-Dette, Wirtschafts- und Umweltdezernentin LHH

Mit der Entwicklung der Null-Emissionssiedlung zero:e park in Hannover-Wettbergen habe die Landeshauptstadt (LHH) einmal mehr einen Meilenstein in ihren Klimaschutzaktivitäten gesetzt, so Tegtmeyer-Dette. Bereits seit Gründung der Klimaschutzleitstelle 1994 sei Klimaschutz ein wichtiges Thema. „Hohe ökologische Standards beim Bauen sind dabei unverzichtbar, weshalb wir als Stadt Neubauten seit einigen Jahren nur noch im Passivhausstandard errichten“, erläuterte die Dezernentin. Die Vermarktung im zero:e park laufe noch besser als erwartet. „Früher als gedacht, beginnt der 3. Bauabschnitt. Junge Familien wollen heute hohe Baustandards, weil sie wissen, dass nur Häuser in Passivhausbauweise zukunftsfähig sind,“ sagte Tegtmeyer-Dette.

Auch Manfred Hofmann, Leiter der Projektentwicklung beim im zero:e park aktiven Bauträger Meravis, der sich gemeinsam mit der Niedersächsischen Landgesellschaft (NLG) und der LHH auf die hohen Standards in diesem Baugebiet geeinigt hat, ist vom Konzept der Siedlung überzeugt: Energiebedarf vermeiden, regenerative Energien einsetzen, zum Schluss kompensieren.

Prof. Dr. Axel Priebs zeigte sich beeindruckt von der rasanten Entwicklung im Neubaugebiet und dem Mut von Stadt und Projektentwicklern bei der Durchsetzung des Passivhausstandards. „Zwar gibt es auch in einigen Umlandkommunen vorbildliche Passivhaus-Siedlungen, doch ist noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten, bis sich diese Bauweise als Standard durchsetzen wird,“ so Priebs. Gute Erfahrungen, wie sie derzeit von allen Beteiligten mit dem zero:e park gemacht würden, seien da sehr hilfreich. Als sehr konstruktiv bewertete der Umweltdezernent aktuell die Zusammenarbeit von Region und Landeshauptstadt rund um den Masterplan 100% für den Klimaschutz. „Nur wenn wir jetzt die richtigen Weichen stellen, können wir die in unseren Klimaschutzprogrammen gesteckten Ziele erreichen“, so Priebs.

Udo Sahling, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur Region Hannover, wies darauf hin, dass bei den Passivhaustagen am kommenden Wochenende (8.-10. Nov. 2013) vier Häuser in zero:e park ihre Türen für Besucher öffnen werden. „Wie bei zehn weiteren Passivhäuern in der Region Hannover, können sich Bauwillige dann selbst ein Bild von den Vorzügen dieses zukunftsfähigen Baustandard machen“, sagte Sahling.

Bei einem Rundgang über das Gelände stellte die Stadtplaner Eva Ehrenberg-John die große Vielfalt an Haustypen vor und schilderte die Umweltanforderungen aus dem Bebauungsplan. Anschließend erläuterten der Eigentümer des Rewe-Marktes im Neubaugebiet, Andreas Klautke, und der Geschäftsführer des enercity-Fonds proKlima, Harald Halfpaap, das innovatives Konzept des REWE-Marktes, das bereits mehrfach als besonders nachhaltig ausgezeichnet wurde. Es handelt sich dabei um den ersten Passivhausmarkt in Deutschland. “Im Gegensatz zu Wohngebäuden wird der Energiebedarf bei einem Verbrauchermarkt nicht so stark durch die Qualität der Gebäudehülle beeinflusst, sondern vor allem durch die Lebensmittelkühlung und Beleuchtung“, so Halfpaap. Entsprechend seien in Zusammenarbeit mit vielen Partnern erst Effizienzanforderungen entwickelt worden, die nun auch in anderen Märkten als Maßstab dienen. Marktleiter Klautke ist jedenfalls sehr stolz auf seinen „Prototyp“ und freut sich jeden Tag darüber, wie positiv die Kunden auf den innovativen Markt reagieren.

Klimaschutzagentur Region Hannover
zum Passivhaustag und zu Fördermitteln:
Info-Telefon: 0511 22 00 22-20 (Mo. und Do. von 9 bis 17 Uhr)
E-Mail
sowie persönliche Beratung im
Service-Point Klimaschutz für die Region Hannover
im üstra Kundenzentrum Hannover
Karmarschstraße 30/32
Mo.-Fr., 11.30-19 Uhr und Sa., 14-18 Uhr

(Pressemitteilung Klimaschutzagentur Region Hannover GmbH, 04.11.2013)

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  • Artikel veröffentlicht am 04.11.2013
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