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21.10.2013 Region

Vortragsveranstaltung im Neuen Rathaus: Im Schatten des Antisemitismus

Region

Gedenkstätte Ahlem: Im Schatten des Antisemitismus – Jüdisches Leben in der bürgerlichen Gesellschaft
Hannover. Die Geschichte der Juden ist nicht mit der Geschichte des Antisemitismus identisch. Vielmehr ist der moderne Antisemitismus als Reaktion auf den Aufstieg und Fortschritt der Juden in der bürgerlichen Gesellschaft zu verstehen. Im Zuge der Veranstaltungsreihe „Der lange Schatten von 1933“ laden die Landeshauptstadt und die Region Hannover zu einer Vortragsveranstaltung am Mittwoch, 30. Oktober 2013, in den Mosaiksaal im Neuen Rathaus, Trammplatz 2, 30159 Hannover, ein. Der Publizist Prof. Dr. Detlev Claussen untersucht in seinem Vortrag die gesellschaftliche Geschichte des modernen Antisemitismus, der Historiker Dr. Peter Schulze beleuchtet dessen lokale Erscheinungsformen. Die Veranstaltung beginnt um 18.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Ihr Aufstieg aus einer sozialen Randposition gelang den Juden mit der Durchsetzung der bürgerlichen Gesellschaft im 19. Jahrhundert. Der moderne Antisemitismus selbst ist eine Reaktion auf den damit verbundenen gesellschaftlichen Fortschritt und Aufstieg der Juden. Mit ihnen wollte Hitler die angeblichen Profiteure der Moderne treffen und mobilisierte dafür die Fortschrittsverlierer. Den „Antisemitismus des Gefühls“ versuchte er in einen „Antisemitismus der Vernunft“ zu verwandeln. In der Weimarer Republik wurden die Juden dann zu designierten Opfern der antidemokratischen Kräfte, im Nationalsozialismus zum Objekt der Vernichtung. Welches Kapitel der moderne Antisemitismus in der Geschichte der Juden bildet, darauf geht Prof. Dr. Detlev Claussen in seinem Vortrag ein, welche Formen der Antisemitismus in Hannover annahm, darüber spricht Dr. Peter Schulze.

Der Publizist Prof. Dr. Detlev Claussen war bis 2011 Professor für Gesellschaftstheorie, Kultur- und Wissenschaftstheorie an der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen Antisemitismus, Xenophobie, Nationalismus, Transformationsgesellschaften und Migrationsbewegungen.

Dr. Peter Schulze ist Historiker und Autor. Er widmet sich in seiner Arbeit vor allem der Geschichte der Juden und der Stadtgeschichte Hannovers und gilt als „Kenner der Geschichte der jüdischen Einwohner und der jüdischen Gemeinden in Hannover“.

(Pressemitteilung Region Hannover, 21.10.2013)

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  • Artikel veröffentlicht am 21.10.2013
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