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25.06.2013 Region

Unterm Strich stehen bei der Region von 1,3 Milliarden Euro

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Regionspräsident und Finanzdezernentin stellen die Eröffnungsbilanz vor
Region Hannover. Die Region Hannover hat es jetzt Schwarz auf Weiß: Sie hat mehr Vermögen als Verbindlichkeiten. Das geht aus der Eröffnungsbilanz hervor, die Regionspräsident Hauke Jagau und Finanzdezernentin Andrea Fischer vorgestellt haben. Das umfangreiche Zahlenwerk listet alle Positionen zum Stichtag 1. Januar 2010 auf. Unterm Strich steht eine Bilanzsumme von 1,36 Milliarden Euro – die Gesamtbetrachtung aller Vermögenswerte. Die sogenannte Nettoposition weist das Eigenkapital aus, das sich auf 144,5 Millionen Euro beläuft.

Die Region Hannover ist gesetzlich verpflichtet, eine Eröffnungsbilanz vorzulegen. Hintergrund ist die Einführung des doppischen Haushalts, der das alte kameralistische System bei der Region 2010 abgelöst hat. „Wir haben durch die Einführung der Doppik nicht mehr Geld im Haushalt“, warnte Regionspräsident Hauke Jagau bei der Vorstellung der Bilanz. „Aber sie vermittelt ein realistisches Bild der tatsächlichen Vermögenswerte und zeigt den Ressourcenverbrauch an.“ Jagau betonte, dass die Erstellung der Eröffnungsbilanz ein hartes Stück Arbeit gewesen sei. „Da mussten Vorgänge erfasst werden, die häufig 30 Jahre und älter waren.“

Finanzdezernentin Andrea Fischer und Regionspräsident Hauke Jagau präsentieren die Eröffnungsbilanz

Finanzdezernentin Andrea Fischer und Regionspräsident Hauke Jagau präsentieren die Eröffnungsbilanz

So führt die Eröffnungsbilanz nicht nur den Wert von Straßen, Gebäuden und Grundstücken auf, sondern auch Investitionszuschüsse, die die Region in der Vergangenheit ausgezahlt hat. „Der Aufwand, der dahinter steht“, ist nur schwer vermittelbar“, meint Jagau.

Auf der Seite der Passiva, die die Verbindlichkeiten anzeigt, stechen zwei große Positionen heraus: zum einen die Schulden in Höhe von 935 Millionen Euro zum Stichtag 1. Januar 2010; zum anderen Rückstellungen in Höhe von 280 Millionen Euro. Allein die Pensionsrückstellungen schlagen mit 218 Millionen Euro zu Buche.

Spannender ist ein Blick auf die Seite der Aktiva: Alle Schulen im Besitz der Region Hannover sind samt Grund und Boden rund 105 Millionen Euro wert. Das Regionshaus selbst wird mit 28 Millionen Euro verbucht. Über noch größere Werte wacht der Fachbereich Verkehr: Straßen, Wege, Plätze und Ampeln stehen mit insgesamt 347 Millionen Euro in der Eröffnungsbilanz, Brücken und Tunnel mit knapp 19 Millionen Euro. Allein die 600 Kilometer Kreisstraßen haben einen Wert von 333 Millionen Euro. Der eigentliche Grund und Boden des so genannten Infrastrukturvermögens wird gesondert gerechnet: 118 Millionen Euro. In der Summe fast ebenso hoch wie das Infrastrukturvermögen sind die Investitionszuweisungen und -zuschüsse: 420 Millionen Euro. Rund ein Sechstel – 64 Millionen Euro - ist in die Infrastrukturgesellschaft infra geflossen, die das Geld unter anderem in Schienen und Bahnsteige investiert hat. Dagegen nehmen sich die Anteile an der Region verbunden Unternehmen und an Beteiligungen an Unternehmen mit insgesamt 176 Millionen Euro fast bescheiden aus.

„Diese Eröffnungsbilanz ist eine echte Fleißarbeit, die aber einen guten Überblich über die tatsächliche Situation vermittelt“, urteilte Finanzdezernentin Fischer. Mittlerweile sei auch die Prüfung durch das Rechnungsprüfungsamt abgeschlossen. Die Eröffnungsbilanz wird nun der Regionsversammlung zur Verfügung gestellt und nach der Sommerpause in den Gremien behandelt.

Infos: Drucksache zur Eröffnungsbilanz

(Pressemitteilung Region Hannover, 25.06.2013)

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