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07.05.2013 Isernhagen, Region, Wunstorf

Alternative zum Trinkgelage: Null-Promille-Aktion in Steinhude

Jugendschutzkontrollen und Präventionsaktion zu Himmelfahrt
Hannover/Wunstorf-Steinhude/Isernhagen. Mai und Juni in diesen beiden Monaten müssen die meisten Kinder und Jugendliche in der Region Hannover nach exzessivem Alkoholkonsum stationär in Kliniken behandelt werden. Vor allem den schulfreien Tag zu Himmelfahrt nutzen viele Minderjährige zu ausgelassenen Feiern nicht selten leider auch mit reichlich Alkohol.
In Kooperation mit der Polizei ist der gesetzliche und präventive Jugendschutz der Region Hannover erneut vor Ort im Einsatz, um vor übermäßigen Alkoholkonsum zu warnen, zu kontrollieren und Verstöße zu ahnden. Von mittags bis abends sind die Teams an den bei Jugendlichen beliebten Treffpunkten am Steinhuder Meer und im Wietzepark unterwegs.

Damit der Feier-Tag nicht im Krankenhaus endet, wirbt der vorbeugende Jugendschutz für eine Trinkpause und rät, zwischendurch Alkoholfreies zu trinken. Dazu sind die Mitarbeiterinnen der Region Hannover im Rahmen des Alkoholpräventionsprojekts HaLT Hart am Limit mit einem Bollerwagen in Steinhude unterwegs. Wie in den vergangenen Jahren können Jugendliche hier ihre Bier-, Wein- und Schnapsflaschen gegen Wasser tauschen. Die Aktion Trink doch mal ein Wasser! eröffnet Gespräche und regt zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol an. Belohnt wird, wer an dem Feiertag ganz auf Alkohol verzichtet und Verantwortung für seine Freundinnen und Freunde übernimmt. Wer bei einem Atemalkohol-Test null Promille pustet, kann einen Eintrittsgutschein für den Hochseilgarten PirateRock in Isernhagen gewinnen.

Jugendliche schätzen die Wirkung von Alkohol oft falsch ein, weil ihnen die Erfahrung fehlt und sie mitunter viele verschiedene Getränke innerhalb kurzer Zeit konsumieren oder Hochprozentiges direkt aus der Flasche trinken, so Katharina Fischer vom Team Jugendarbeit der Region Hannover. Erreichbar sind die Jugendschützerinnen am Bollerwagen am Himmelfahrtstag unter der Mobilnummer (0175) 32 75 659.

Erstmals bietet das Team Jugendarbeit der Region Hannover gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendtreff Küsterhaus der Kirchengemeinde Steinhude auch ein Alternativprogramm zum Trinkgelage an: Die Jugendeinrichtung lädt Kinder ab sechs Jahren, Jugendliche und Eltern zu einem Mariokart-Turnier ein. Die Fahrer treten jeweils in Zweiergruppen gegen andere Teilnehmer aus den Jugendeinrichtungen Sachsenhagen, Bad Nenndorf und Bückeburg an. Übertragen wird das Spiel auf einer Großleinwand, die Kontrahenten können sich per Videochat sehen. Zudem gibt es einen Aktionsstand mit einem Alkoholquiz und einem kleinen Rauschbrillenparcours.

Die Gruppe der Sechs- bis Zehnjährigen fährt in der Zeit von 12.30 bis 13.30 Uhr. In der zweiten Gruppe spielen die 11- bis 16-Jährigen von 13.45 bis 14.45 Uhr gegeneinander. Von 15 bis 16 Uhr gehen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ab 17 Jahren an den Start. Bei der Siegerehrung ab 16.30 Uhr gibt es für jede Altersgruppe einen Wanderpokal und jede Fahrerin und jeder Fahrer erhält eine Urkunde. Interessierte können sich auch schon vorab unter Telefon (05033) 93 95 32 anmelden.

Schon ab dem Vormittag sind die Mitarbeiterinnen des gesetzlichen Jugendschutzes am Steinhuder Meer und am Wietzesee mit der örtlichen Polizei unterwegs, um das Alter von Alkohol trinkenden Jugendlichen zu überprüfen und hochprozentige Getränke sicher zu stellen oder zu vernichten. Stark alkoholisierte Jugendliche werden in Begleitung der Polizei nach Hause gebracht, außerdem wird ermittelt, wie die Minderjährigen an den Alkohol gekommen sind.

Im vergangenen Jahr wurden in Kinderkliniken in der Region Hannover insgesamt 376 alkoholisierte Jugendliche versorgt, davon 203 stationär. Zusätzlich wurden 74 Kinder und Jugendlichen in den Kliniken des Klinikums Region Hannover behandelt. In den Monaten Mai und Juni, wenn das Wetter zum Feiern einlädt, werden die meisten Kinder und Jugendlichen eingeliefert. Das Projekt HaLT Hart am Limit bietet diesen Jugendlichen noch im Krankenhaus oder kurze Zeit später ein Gespräch an, um zu klären was schief gelaufen ist und um Alkoholvergiftungen zukünftig zu vermeiden.

Pressemitteilung 07.05.2013, Region Hannover

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  • Artikel verffentlicht am 07.05.2013
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