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20.08.2012 Hannover, Region

De-Haën-Platz: Sanierungsarbeiten sind angelaufen

Region

Hannover. Die Sanierung der chemischen und radioaktiven Altlasten im hannoverschen Stadtteil List macht Fortschritte. Mitarbeiter der von der Region Hannover beauftragten Fachfirma G.A.A. Gesellschaft für Abfall- Aufbereitung Barenburg mbH sind in diesen Tagen damit beschäftigt, in der Fraunhofer Straße und am Wittekamp den verunreinigten Boden – eine Hinterlassenschaft der bis 1902 in diesem Bereich produzierenden Chemiefabrik Eugen de Haën – auszutauschen.
Der radiologisch belastete Aushub wird in Big Bugs und Containern verpackt auf eine dafür zugelassene Deponie in Sachsen verbracht und dort entsorgt.

Bei einem Ortstermin in hannoverschen Stadtteil überzeugte sich der Umweltdezernent der Region Hannover, Prof. Dr. Axel Priebs, vom Fortgang der Arbeiten. „Die Firma G.A.A. und die von uns mit der Überwachung beauftragten Fachgutachter machen hier mit Umsicht und Sorgfalt einen sehr guten Job“, lobte Priebs. Gut 14 Tage nach Aufnahme der Arbeiten sind in den ersten beiden von insgesamt sechs Sanierungsabschnitten gut 500 Tonnen radiologisch und 120 Tonnen chemisch belasteter Boden entsorgt worden. Die Arbeiten erfolgen in sechs Abschnitten und sollen bis zum März 2013 abgeschlossen sein.

Während der Sanierungsarbeiten informiert die Region Hannover über das Internet (www.hannover.de/de-haen-de) und Aushänge am De-Haën-Platz über die aktuelle Bauzeitplanung und gibt kurzfristig Hinweise etwa auf eine geänderte Verkehrsführung. „Sollten sich die Planungen ändern, ist das ausführende Unternehmen verpflichtet, Änderungen zeitnah gegenüber der Region Hannover zu begründen. Dies kann passieren, wenn etwa im Winter wetterbedingt bestimmte Arbeiten nicht möglich sind“, sagte Priebs.

Die Verkehrsführung in den verschiedenen Bauabschnitten rund um den De-Haën-Platz richtet sich nach den erforderlichen Arbeiten. Eine Vollsperrung gibt es nur im Bereich der Lagerfläche zwischen De-Haën-Platz und dem Kinderspielplatz. Die Baufirma sorgt dafür, dass die Häuser im Sanierungsgebiet jederzeit für die Müllabfuhr oder für Krankenwagen anfahrbar sind.

Die Wohnhäuser werden während der Sanierungsarbeiten ausnahmslos zugänglich sein; für die Sicherheit der Fußgänger auf den Bürgersteigen werden gegebenenfalls Zäune oder Baken aufgestellt. Dies betrifft besonders auch die Zugänge zu den Kindertagesstätten am De-Haën-Platz bzw. an der Hertz- und Waldstraße.

Um das Verwehen von Staub und Bodenpartikeln zu verhindern, sind im Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan verbindlich einzuhaltende Maßnahmen festgeschrieben, die speziell auf die Arbeiten und mit dem Gewerbeaufsichtsamt abgestimmt wurden. Die Einhaltung dieser Vorgaben wird durch einen externen Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator überwacht. Zusätzlich kontrolliert das mit der Bauüberwachung beauftragte Institut für Umweltanalyse (IFUA) die Durchführung der Arbeiten und nimmt die fertig gestellten Leistungen in Zusammenarbeit mit der Region Hannover ab.

Im Sommer 2008 war entdeckt worden, dass der Boden auf dem Gelände der ehemaligen Chemiefabrik Eugen De Haën (1861 – 1902) belastet ist. Anfang 2009 hatte die Region Hannover als zuständige Bodenschutzbehörde die so genannte Gefährdungsabschätzung abgeschlossen. Bis Mitte 2010 lief die Sanierungsuntersuchung, im Rahmen derer für jedes betroffene Grundstück ein Sanierungskonzept erarbeitet wurde. Insgesamt haben Eigentümer von 31 betroffenen Grundstücken im vergangenen Jahr mit der Region Hannover öffentlich-rechtliche Sanierungsverträge geschlossen. Die Region und die Landeshauptstadt Hannover beteiligen sich mit einem Zuschuss in Höhe von insgesamt 1 Million Euro und der Einrichtung eines Härtefallfonds bei der Landeshauptstadt an den privaten Kosten. Insgesamt werden sich die Kosten für die Sanierungsmaßnahmen auf rund 2,5 Millionen Euro belaufen.

Pressemitteilung 20.08.2012, Region Hannover

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  • Artikel veröffentlicht am 20.08.2012
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