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20.10.2010 Kolping, Region

Bildungschipkarte: Kein Generalverdacht

Kolping

Ein pauschaler Verdacht, dass Eltern staatliche Zuwendungen nicht zum Wohl ihrer Kinder verwenden, ist nicht berechtigt.
Das Kolpingwerk – Bezirksverband Hannover – äußert Bedenken gegen die von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen ins Gespräch gebrachte « Bildungschipkarte », mit der ein höherer Bildungsbedarf von Kindern in Familien mit Arbeitslosengeld-II-Bezug abgedeckt werden soll.
« Zwar sehen wir die Gefahr, dass bei bestimmten Eltern das Geld vielleicht nicht dem Wohl des Kindes zugute kommt, wenn es als Barleistung ausgezahlt wird. Zum anderen werden aber durch eine solche generelle Lösung alle Eltern unter einen Generalverdacht gestellt, der so sicherlich nicht berechtigt ist », betont der Pressesprecher des Kolpingwerkes – Bezirksverband Hannover –, Gerhard Rejnowski.

Kritisch sieht der katholische Sozialverband in dem geplanten System der Chipkarten auch den enormen bürokratischen Aufwand, der mit der Einführung einhergeht. « Die Vorstellung, dass demnächst bundesweit in jeder Musikschule, jedem Sportverein und bei jedem privaten Nachhilfelehrer ein Kartenlesegerät stehen soll, klingt eher nach einem Förderprogramm für die Hersteller von Chipkarten und Lesegeräten als für Kinder aus einkommensschwachen Familien », ergänzt Gerhard Rejnowski. Angesichts der Diskussion um die angemessene Höhe der Grundsicherungsregelsätze für Kinder und Jugendliche dürfe nicht in Vergessenheit geraten, dass die materielle Unterstützung nur ein Baustein für die Teilhabe von armen Familien sei.

Um den Kindern aus diesen Familien einen Weg aus dem Teufelskreis von Armut und Transferabhängigkeit zu eröffnen, müsse vor allem auf Bildung gesetzt werden. « Die Armut von Kindern und Jugendlichen ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, der vielschichtig begegnet werden muss », betont Gerhard Rejnowski.

Pressemitteilung 20.09.2010, Kolpingwerk Bezirksverband Hannover, Gerhard Rejnowski

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  • Artikel veröffentlicht am 20.10.2010
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