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03.09.2010 Region

Riesen-Bärenklau in der freien Natur ist zu beseitigen

Neuerung im Naturschutzgesetz
Region Hannover. Im Garten ist Riesen-Bärenklau zuweilen gern gesehen. In der freien Natur ist die Pflanze ­- auch als Herkulesstaude bekannt – eine Gefahr. Die Region Hannover weist deshalb darauf hin, dass Riesen-Bärenklau in der freien Natur zu entfernen und zu vernichten ist. Die bis zu vier Meter hohe Pflanze ist nicht nur giftig für den Menschen, sondern verdrängt auch die einheimische Vegetation und kann dazu führen, dass ganze Gebiete veröden.
Das Bundesnaturschutzgesetz schreibt seit diesem Jahr daher vor, dass Riesen-Bärenklau zu bekämpfen ist.

Die Staude war ursprünglich im Kaukasus beheimatet, hat sich aber mittlerweile in ganz Westeuropa ausgebreitet und gilt als Plage. Sie wird bis zu vier Meter hoch, hat große, gezackte Blätter und mächtige Blütendolden. Jede Pflanzen bildet bis zu 40.000 Samen. Innerhalb eines Jahres kann sich die Herkulesstaude mehrere Hundert Meter im Umkreis um ihren Standort verbreiten. Gelangt der Pflanzensaft auf die Haut, kommt es unter dem Einfluss von ultravioletter Strahlung des Tageslichts zu sogenannten phototoxischen Reaktionen. Schmerzhafte Verbrennungen und Entzündungen sowie Verätzungen sind die Folge. Wird der Pflanzensaft über den Mund aufgenommen, führt dies zu Glieder- und Atemlähmung. Vor allem Kinder, die im Freien spielen, sind daher durch den Riesen-Bärenklau gefährdet.

Die beste Methode, um den Bärenklau zu bekämpfen, ist, die rübenartige Wurzel in einem Umkreis von 15 Zentimetern auszugraben oder abzustechen. Die Wurzel muss so entsorgt werden, dass sie nicht wieder in feuchter Erde anwachseln kann. Ein weiterer Weg ist, den Blütenstand abzuschneiden. Dies muss allerdings vor dem Samenfall geschehen – derzeit ist der günstigste Zeitpunkt. Anschließend sollten die Dolden möglichst verbrannt werden. Die Region Hannover rät, bei der Bekämpfung der Pflanze unbedingt Schutzkleidung – also lange Hose, lange Ärmel, feste Schuhe und Handschuhe – zu tragen, um Hautkontakt zu vermeiden.

Pressemitteilung 03.09.2010, Region Hannover

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  • Artikel veröffentlicht am 03.09.2010
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