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01.09.2010 Die Grünen, Lehrte, Sehnde

Illegaler Genmais - GRÜNE besorgt

Die Grünen

Auf Anfrage der Grünen im Landtag teilte die Landesregierung mit, dass mehrere Felder in Sehnde und Lehrte von der Aussaat von genmanipuliertem Mais betroffen gewesen sind. “Es muss sichergestellt werden, dass Landwirte rechtzeitig vor Verunreinigungen gewarnt werden und betroffenes Saatgut vor der Aussaat aus dem Verkehr gezogen wird“ betont Ulrich Schmersow, der umweltpolitische Sprecher der Regionsfraktion. „In diesem Jahr war es zu spät!”
Schmersow interessiert inwieweit die Regionsverwaltung in die Schadensaufnahme und –regulierung eingebunden ist. Er wird dies im kommenden (07.09.2010) Umweltausschuss nachfragen.

Im Frühjahr war von 26 Landwirten auf über 90 Feldern in Niedersachsen verunreinigtes Maissaatgut ausgebracht worden. Grund waren Fehler im niedersächsischen Agrar- und Umweltministerium, die trotz Laborfunden die betroffenen Landwirte erst nach der Aussaat informierten. So wurde erst im Juni die Zerstörung des ausgebrachten Genmaises angeordnet. Für den Regionsabgeordneten Schmersow ist das kein Kavaliersdelikt. “Für gentechnikfreie Landwirtschaft, wie wir sie befürworten, sind solche Genverunreinigungen existenzbedrohend. Unklar ist, wer für die Schäden bei den Landwirten aufkommt.” Beispielsweise für Imker sind Genpollen bereits in kleinsten Mengen ein besonderes Problem, weil sie dann ihren Honig nicht mehr als gentechnikfrei verkaufen können.

Nur in Niedersachsen wurde dieses Jahr so spät informiert. Landtagsabgeordneter Christian Meyer hierzu: “Legale Genpflanzen müssen im Standortregister veröffentlicht werden, nur bei illegalen Pflanzungen verweigerte die Landesregierung bislang die Preisgabe, das war nicht verständlich. Nun kann jede und jeder im Internet nachschauen, ob in seiner Nachbarschaft illegaler Genmais angebaut wurde.” Der Link hierzu www.gruene-niedersachsen.de

Der Regionsverband von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN setzt sich schon lange für eine Region frei von Gentechnik ein. Mais soll vor gentechnischer Verunreinigung, z.B. durch Pollenflug von Genmaisfeldern, geschützt werden. Daher unterstützen die Grünen die Pflanzaktion vom Bantammais. Diese Maissorte ist samenfest, das heißt dass aus ihrem Saatgut Pflanzen wachsen, die im Wesentlichen dieselben Eigenschaften haben, wie die Elternpflanzen. Am letzten Samstag wurde während einer Veranstaltung aus der Reihe “Besondere Orte” in Ronnenberg über die Aktion informiert und Bantammais gepflanzt. “Jede und Jeder kann mithelfen, die Landschaft frei von Genmais zu halten”, betonen Brigitte Deyda und Christian Gailus, Vorsitzende des Regionsverbandes der Grünen. “Wir helfen mit beim Kampf gegen den Genmais.”

Pressemitteilung 01.09.2010, Bündnis 90/Die Grünen in der Region Hannover

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