Wo steht die Klimaschutzregion Hannover?
Verwaltung legt ersten Statusbericht vor
Hannover - Die Region Hannover legt ein Jahr nach Beschluss des Klimaschutzrahmenprogramms den ersten Statusbericht vor. Der detaillierte Bericht zeigt neben der Bestandsaufnahme bereits erste Lösungen für einzelne Handlungsfelder auf. Der Statusbericht wird jährlich fortgeschrieben.
Das Ziel ist definiert: Die Region Hannover will bis zum Jahr 2020 die Kohlendioxid-Emissionen um 40 Prozent reduzieren. Erreicht werden soll dies mit Hilfe von mehr Energieeffizienz, Energieeinsparung und verstärktem Ausbau der erneuerbaren Energien wie Windkraft, Biomasse, Solarenergie und Geothermie.
„Klimaschutz ist ein hoch komplexes Thema und mit dem Beschluss des Klimaschutzrahmenprogramms zu einem Bestandteil des täglichen Arbeitens und Handelns auch in der Verwaltung der Region Hannover geworden“, betont der Umweltdezernent der Region Hannover, Prof. Dr. Axel Priebs: „Es wird nicht reichen, heute einfach nur die Glühbirnen gegen Energiesparlampen auszutauschen. Wir brauchen viele unterschiedliche Maßnahmen und Partner, um unsere Ziel zu erreichen – Klimaschutz ist ein Marathon, kein Sprint.“
In einem ersten Schritt hat die Regionsverwaltung eine Bestandsanalyse der eigenen Handlungsmöglichkeiten für die sieben Themenschwerpunkte Mobilität, Regionalplanung, Umwelt, Wirtschaftsförderung, Gebäudemanagement, Computertechnik, Beschaffung und Soziales erarbeitet.
„Wir haben es geschafft, die Anforderungen aus dem Klimaschutzrahmenprogramm in Form einer transparenten, fortschreibbaren und vergleichbaren Dateisammlung aufzuarbeiten,“ erläutert Priebs, „damit haben wir eine gute Diskussionsgrundlage für die politischen Beratungen und für weitere Handlungskonzepten in Händen.“
Deutlich wird anhand des Statusberichtes, wie weit die Verwaltung in einigen Bereichen den Klimaschutz bereits integriert und umsetzt. An anderen Stellen müssen Zielsetzungen modifiziert und Maßnahmen konkretisiert werden. „Die Ergebnisse sind in jedem Fall vielversprechend“, bewertet Prof. Priebs die erste Bilanz.
So wurde der „Verkehrsentwicklungsplan pro Klima“ zur CO2-Minderung im Verkehrssektor im April 2010 in Auftrag gegeben. Er wird 2011 als Konzept zur Umsetzung vorliegen. Mit den Vorarbeiten zum klimaoptimierten Regionalplan wurde bereits begonnen. Er wird die zentrale Rolle einer Klima schützenden Regionalplanung spielen. Darin werden auch Perspektiven für den Ausbau der Windenergie aufgezeigt.
„Der Klimaschutz ist in der Verwaltung der Region Hannover angekommen“, freut sich Sonja Papenfuß, Fachbereichsleiterin Umwelt der Region Hannover, „großes Engagement, Kreativität und vernetztes Denken bestimmte den Prozess der Erarbeitung des Statusberichtes quer durch die Regionsverwaltung. Wenn wir in dieser Form weiterarbeiten, bin ich sicher, dass wir die gesetzten Klimaschutzziele erreichen können.“
Wichtig seien nun die intensive politische Beratung und die kontinuierliche Fortschreibung und Umsetzung der Handlungskonzepte. „Klimaschutz ist ein dynamischer Prozess,“ macht Prof. Priebs deutlich: „Neben den schon benannten Themen werden wir uns zukünftig viel stärker auch der Klimaanpassung widmen müssen.“
Pressemitteilung 29.07.2010, Region Hannover
