Energiewerke Isernhagen sind verbesserungsfähig!
Erfreut nehmen die Grünen Isernhagens die Meldung über die Service-Bemühungen der Energiewerke Isernhagen (EWI) zur Kenntnis. Eine verbesserte telefonische Kontaktmöglichkeit erscheint ihnen als echter Fortschritt. „Ob es der Briefkasten in der Gemeindeverwaltung tut bleibt abzuwarten.“ Ihr energiepolitische Sprecher Siegfried Lemke meint dazu:
„Manchmal hilft ein Blick über die Gemeindegrenzen, um zu sehen, wie man es doch noch besser machen kann: Die Nachbarstadt Burgdorf leistet sich Stadtwerke mit eigener Verwaltung und damit persönliche Ansprechpartner vor Ort.“ Einen Schritt den Isernhagen bisher gescheut hat.
Lemke fragt: „Haben wir deswegen geringere Strom- bzw. Gaspreise?“ Eine eigene Recherche zeigt, dass auch das ist nicht der Fall ist: Ein Musterhaushalt mit 3000kWh Stromverbrauch bzw. 28000 kWh Gasverbrauch zahlt in Isernhagen 40€ bzw. 238 € mehr als in Burgdorf.
Die Grünen fordern daher die verantwortlichen Politiker im EWI-Aufsichtsrat und den Bürgermeister zur Ursachenforschung auf. „Wir würden an Ihrer Stelle zumindest einmal darüber nachdenken, ob nicht die starke Bindung an EON und der Interessenkonflikt des EON-Geschäftsführers diesen Aufpreis und die oft kritisierte mangelnde Bürgernähe hervorbringen.“
Ein weiterer Punkt wäre das Engagement für den Klimaschutz: Auch hier ist Burgdorf mit 3% mehr erneuerbare Energien, 2% weniger atomare bzw. 1% weniger fossile Energien knapp in Führung. „In der Fußballsprache steht es damit 3:0 für die Stadtwerke Burgdorf. Wer es nicht glaubt kann es nachprüfen“ meint Siegfried Lemke und fasst zusammen: „Mir fällt zur Entlastung unserer „Briefkastenfirma“ EWI nichts mehr ein!“
Pressemitteilung 20.06.2010, Bündnis 90/Die Grünen Isernhagen, Siegfried Lemke



