Fotobeweis: Der Fischotter ist an das Steinhuder Meer zurückgekehrt
Hannover/Wunstorf/Neustadt – Um 4:55 Uhr schnappte die Fotofalle zu: Seit dem frühen Morgen des 15. Mai 2010 steht zweifelsfrei fest, dass der Fischotter an das Steinhuder Meer zurückgekehrt ist. Die Aufnahme des Tieres wurde aber erst dieser Tage, bei der Auswertung der Daten der automatischen Kamera, entdeckt.
„Die dokumentierte Rückkehr dieser gefährdeten Art ist ein ermutigendes Zeichen für den Naturschutz in der Region Hannover“, freute sich Sonja Papenfuß, Leiterin des Fachbereichs Umwelt der Region: „Der Fischmarder stellt hohe Ansprüche an seinen Lebensraum. Dass er beginnt, sein altes Revier zurückzuerobern, zeigt einmal mehr, warum sich die jahrelangen Bemühungen um den Naturschutz am Steinhuder Meer gelohnt haben.“

Fotobeweis: Der Fischotter ist an das Steinhuder Meer zurückgekehrt
Lutra lutra, so der wissenschaftliche Gattungsname des Fischmarders, war ursprünglich in ganz Europa weit verbreitet. Vor allem durch die Trockenlegung von Feuchtgebieten und die Kanalisierung von Fließgewässern stand er in weiten Teil Europas wie auch am Steinhuder Meer vor dem Aussterben. Im Straßenverkehr überfahrene und in Fischreusen ertrunkene Otter dezimierten den Bestand zusätzlich. Durch konsequenten Schutz des Otters und Entwicklung der Gewässer und Auen breitet sich diese Art sei Ende der 1980er Jahre nun landesweit von Osten langsam wieder aus.

Fischotter
Nach einer Erhebung aus dem Jahr 2007 wird der Otterbestand in Niedersachen auf ca. 400 bis 600 Otter geschätzt. Da die Tiere nachtaktiv und extrem scheu sind, gelingt es jedoch kaum, sie in freier Wildbahn zu beobachten. Der große Wassermarder ist in den Anhängen II und IV der FFH-Richtlinie verzeichnet und damit streng geschützt.
Pressemitteilung 09.06.2010, Region Hannover




