Gleichstellungsbeauftragte diskutiert mit Liberalen über den demografischen Wandel
Monika Achterberg zu Besuch bei der FDP Isernhagen
Die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Isernhagen Mona Achterberg hat sich Anfang dieser Woche auf der gemeinsamen Sitzung von Vorstand und Fraktion der FDP Isernhagen vorgestellt und zu ihren aktuellen Arbeitsschwerpunkten referiert. Schwerpunkt ihres Vortrages und der anschließenden Diskussion war das Thema des demografischen Wandels, dass die Gemeinde Isernhagen vor einigen Monaten mit Hilfe externer Unterstützung aktiv aufgegriffen hatte.
Die Studie hatte ergeben, dass auch in Isernhagen die Einwohnerzahl relativ stark abnehmen wird, wenn die Gemeinde dem nicht durch Zuzug insbesondere junger Familien entgegenwirkt. Frau Achterberg betonte die Notwendigkeit, neben dem Ausweis neuer Baugebiete auch die bestehenden Strukturen und Wohngebiete im Auge zu behalten und hier ggf. nach neuen bzw. generationenübergreifenden Lösungen, wie Wohnprojekten, zu suchen. Auch würde der zunehmende Altersdurchschnitt die Anforderungen an Infrastruktur und Angebote in Isernhagen deutlich ändern. Insgesamt sei die Situation laut Achterberg in Isernhagen aber vergleichsweise gut. Des Weiteren müsse sich die Gemeinde schnell auf die stark wachsende Nachfrage nach Betreuungsangeboten von Klein- und Kleinstkindern einstellen, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter zu fördern.

Schwerpunkte der geplanten Maßnahmen der Verwaltung seien u.a. die Steigerung der Lebensqualität und Attraktivität Isernhagens für junge Familien, aber auch die Sicherstellung der Versorgung von Senioren vor allem in den Altdörfern und das Thema Mobilität. Der Vorsitzende der FDP Isernhagen Marcel Niemann begrüßt es, dass die Gemeinde sich aktiv mit dem demografischen Wandel auseinandersetzt, um die verschiedenen Problemstellungen, die sich daraus ergeben, besser miteinander zu vernetzen. „Es komme jetzt natürlich vor allem darauf an, den Datenbestand auch künftig aktuell zu halten und aus diesen vielen Zahlen gemeinsam mit der Politik und den Bürgern die richtigen Schlüsse zu ziehen.“, so Niemann. Beim Thema Mobilität und Versorgung setzt Niemann neben einem attraktiven Zentrum Altwarmbüchen auf eine gute Infrastruktur in den kleineren Ortsteilen, um deren Identität und somit die Besonderheit Isernhagens langfristig zu bewahren. „Die notwendige Haushaltskonsolidierung Isernhagens dürfe nicht auf eine zu starke Zentralisierung aller Angebote und Investitionen hinauslaufen“, so Niemann.
Niemann betont auch, dass die Gemeinde nach seiner persönlichen Einschätzung noch Nachholbedarf bei den Betreuungsmöglichkeiten für Krippenkinder habe. Der Fraktionsvorsitzende der FDP Henning Burchard regt an, die vorhandenen Kapazitäten in den Schulen für Hort- und Krippenkinder besser zu nutzen, da mittel- bis langfristig die neu gebauten Einrichtungen sonst evtl. ein Auslastungsproblem bekommen könnten.
Das Vorstandsmitglied Hubertus Pfitzner gibt Frau Achterberg mit auf den Weg, beim geplanten Maßnahmenkatalog genau darauf zu achten, welche Aktivitäten wirklich direkt von der Gemeinde aufgegriffen werden müssten, und wo Wirtschaft bzw. Ehrenamt der Vorzug zu geben ist.
Mona Achterberg nimmt zum Schluss noch die Anregung vom Fraktionsvorsitzenden Burchard mit, die Arbeit der Verwaltung zu diesen Themen künftig in einer kleinen Arbeitsgruppe aus Vertretern aller Fraktionen begleiten zu lassen. Die FDP Isernhagen wird dieses Thema auch im Kommunalwahlkampf 2011 aufgreifen und die Verwaltung bei der Umsetzung von Maßnahmen konstruktiv unterstützen.
Pressemitteilung 28.09.2009, FDP Isernhagen



