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26.02.2010 Garbsen

Garbsen aktuell

Tag der Archive unter dem Motto „Dem Verborgenen auf der Spur“
Im Stadtarchiv Garbsen geht es um Leben, Heiraten und Sterben

Garbsen (stp). Am diesjährigen „Tag der Archive“ am Samstag, 6. März 2010, ab 15 Uhr, gibt es unter dem Motto „Dem Verborgenen auf der Spur“ viele Schätze zu entdecken.
Stadtarchivarin Rose Scholl bietet eine Führung mit dem Schwerpunkt „Geburten-, Heirats- und Sterbebücher als Quelle für die Familienforschung“ an und lädt anschließend zum Erfahrungsaustausch und Vorstellung eines ehrenamtlichen Projekts ein.

Am 28. Dezember 1899 um 9 Uhr morgens kam im Haus des Gastwirts Koopmann in Horst, dem heutigen Fischers Gasthaus, ein Mädchen zur Welt. Vater war der Künstler Robert Weiß, lutherischer Religion, die Mutter hieß Anna Weiß geborene Rosenberg, „wohnhaft zurzeit in Horst“ und war katholisch. Für den Horster Standesbeamten August Homeyer nahm ein ganz normaler bürokratischer Akt seinen Lauf: Er beurkundete die Geburt und vermerkte „Sophie Susanne“ als Vornamen der Neugeborenen. Und der Vater, vermutlich ein Lebens-Künstler, setzte anstelle einer Unterschrift drei Kreuze unter den Eintrag.

Geschichten, die das Leben schreibt und in die man manches hinein interpretieren könnte – nachzulesen ist diese im „Geburts-Register Horst“ von 1896-1899.

Das Register ist eines von 320 so genannten Personenstandsbüchern aus den Jahren 1874 bis 1979, die seit vorigem Jahr vom Standesamt Garbsen an das Stadtarchiv übergeben wurden und durch eine Änderung des Personenstandsgesetzes keiner Sperrfrist mehr unterliegen. Nebeneinander gestellt ergeben die Bücher rund sieben Meter voller Namen und Daten – eine Fundgrube vor allem für Familienforscher. Nach geltendem Archivrecht dürfen die abgegebenen Bücher mit wenigen Einschränkungen eingesehen werden.

Aber: Darf man wirklich den Geburtseintrag lebender Personen einsehen? Um es vorwegzunehmen: Diese Antwort lautet „nein“ – die Sperrfristen sind gestaffelt nach Geburten-, Heirats- und Sterbedaten und werden bei der Archivführung erläutert.

Auch weitere Fragen wird Stadtarchivarin Rose Scholl am Tag der Archive beantworten: Ist die Nutzung kostenlos? Wird mir geholfen, wenn ich die alte Schrift nicht entziffern kann? Wie komme ich weiter, wenn ich Vorfahren suche, die vor 1874 geboren sind? Hat das Stadtarchiv womöglich auch noch ein Foto meiner Urgroßeltern oder gibt es ein Schulzeugnis, einen Bauantrag oder sonstige Unterlagen, die Auskunft über ihre Lebensumstände geben? Beim anschließenden Erfahrungsaustausch können weitere Fragen bei einer Tasse Kaffee oder Tee erläutert werden.

Weitere Informationen zum Tag der Archive gibt es auch im Internet unter www.tagderarchive.de.

Solidarität – Garbsen zeigt wieder Flagge für Tibet

Im Jahr 2009 beteiligten sich 1.000 deutsche Städte an der Aktion

Garbsen (stp). Vor dem Garbsener Rathaus weht am Mittwoch, 10. März, zum 51. Jahrestag des tibetischen Volksaufstandes in der Hauptstadt Lhasa die tibetische Flagge. Die Stadt beteiligt sich aus Solidarität mit dem gewaltlosen Widerstand der Tibeter gegen die chinesische Besatzungspolitik an dieser europaweiten Aktion, die die Tibet Initiative Deutschland (TID) in diesem Jahr zum 15. Mal organisiert.

Sie erinnert an den Nationalaufstand der Tibeter gegen die chinesischen Besatzer am 10. März 1959. Bei den mehrtägigen Kämpfen verloren mehr als 87.000 Tibeter ihr Leben. Das vorher souveräne Tibet wurde 1950 von der Volksrepublik China besetzt und 1951 annektiert.

Nach Angaben der TID haben sich im vergangenen Jahr allein in Deutschland 1.000 Städte und Landkreise an der weltweiten Aktion beteiligt. Insgesamt hissten über 2.000 Städte in Mitteleuropa – in Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Tschechien, Polen, Ungarn, Italien, Österreich und der Schweiz – die tibetische Flagge.

„Das Jahr 2009 war ein sehr schweres Jahr für die Tibeter. Seit den Unruhen im Frühjahr 2008, die sich über ganz Tibet ausgebreitet hatten, sind Militär und Sicherheitskräfte omnipräsent in allen von Tibetern besiedelten Gebieten. In seiner Resolution vom 21. Januar dieses Jahres konstatiert das Europäische Parlament, „dass die Menschenrechtslage in China nach wie vor besorgniserregend ist“, so die Tibet Initiative Deutschland.

Der Erfolg der Flaggenaktionen der vergangenen Jahre zeigt, dass die Tibetfrage zahlreichen Menschen ein Begriff ist. Die Möglichkeiten, die Tibeter bei ihrem gewaltlosen Kampf um Selbstbestimmung zu unterstützen, sind begrenzt. Die Flaggenaktion ist ein Weg, um Aufmerksamkeit für Tibet und das Recht des tibetischen Volkes auf Selbstbestimmung zu wecken. Wegen ihrer Symbolik ist die tibetische Nationalfahne in Tibet selbst streng verboten. Ihr Besitz oder ihre öffentliche Zurschaustellung zieht selbst für Ausländer harte Strafen nach sich.

Weitere Informationen über Tibet gibt es bei der Tibet Initiative Deutschland unter www.tibet-initiative.de.

Weitergabe von Daten kann widersprochen werden

Garbsen (stp). Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass Meldepflichtige in bestimmten Fällen der Übermittlung von Daten aus dem Einwohnermelderegister widersprechen können.

Dabei handelt es sich um Datenübermittlung der Meldebehörde an öffentlich-rechtliche Religionsgesellschaften, an Parteien und Wählergruppen im Zusammenhang mit allgemeinen Wahlen, Volksbegehren und Volksentscheiden, an Presse, Rundfunk sowie Mitgliedern parlamentarischer und kommunaler Vertretungskörperschaften über Alters- und Ehejubiläen und an Adressbuchverlage. Ferner kann einer Datenübermittlung mittels automatisierten Abrufs über das Internet widersprochen werden.

Die Erklärung muß schriftlich an die Stadt Garbsen, Bürgerbüro, Rathausplatz 1, 30823 Garbsen, gerichtet sein. Einwohnerinnen und Einwohner, die bereits in den Vorjahren eine derartige Erklärung bei der Stadt Garbsen abgegeben haben, brauchen diese nicht zu erneuern.

Pressemitteilung 26.02.2010, Stadt Garbsen

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  • Artikel verffentlicht am 26.02.2010
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