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23.10.2009 Region

Preisverleihung FirmenGärten 2009

Region

Die Firma Finanz IT am Kronsberg hat den schönsten Firmengarten der Region Hannover
Hannover/Burgwedel - Mit der Verleihung der Preise endete heute in der glasüberdeckten Großen Halle der Finanz Informatik GmbH & Co. KG auf dem hannoverschen Kronsberg der Wettbewerb “FirmenGärten 2009″. Aus den Händen des Stellvertretenden Regionspräsidenten Wolfgang Neubauer und Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil konnte Finanz IT-Geschäftsführer Klaus-Peter Kubiak ein kunstvoll gestaltetes Glasobjekt für den Gesamtsieg im Wettbewerb um den schönsten Firmengarten der Region Hannover entgegen nehmen.
Ausschlaggebend für das Preisgericht war die “gelungene Verzahnung der Landschaft mit jedem einzelnen Arbeitsplatz durch eine Abfolge grüner Terrassen und Atriumgärten” des Bürogebäudes am Kattenbrookstrift.

Sieger in der Kategorie “Gestaltung und Nutzung” wurde die Großburgwedeler Firma Hildegard Braukmann Kosmetik GmbH & Co. KG mit ihren „üppigen gepflegten Außenanlagen und dem Innenhof“. Der Preis für die “Soziale Bedeutung” wurde der Bürogemeinschaft Kap Horn in der hannoverschen Nordstadt für ihren „zum Stadtteil geöffneten grünen Vorplatz“ zuerkannt. Die Auszeichnung für größte “Ökologische Wirkung” erhielt die „grüne Dachlandschaft“ des Dachdeckerbetriebs Heinz Ewald Bedachungen mit Sitz in Hannover-Ricklingen. Alle teilnehmenden Unternehmen erhielten Urkunden als Auszeichnung für ihr Engagement.

In Erweiterung der Idee private Gartenkultur zu fördern, wurde der Wettbewerb “FirmenGärten” im Jahr 2002 initiiert. Angesprochen waren Wirtschaftsunternehmen, die „gartenkulturelles Denken“ praktizieren und das Arbeitsumfeld durch gärtnerische Gestaltungen aufwerten. 31 Firmen beteiligten sich am ersten Wettbewerb, dessen Ergebnisse in einer Dokumentation festgehalten wurden. Aufgrund der positiven Resonanz wurde 2004 der Wettbewerb erneut ausgeschrieben und auf die gesamte Region ausgeweitet. Wiederum beteiligten sich 31 Firmen aus insgesamt 9 regionsangehörigen Kommunen und präsentierten hochwertige Gestaltungen.

Nach diesen erfolgreich durchgeführten Wettbewerben wurde im Gartenregionsjahr 2009 der Wettbewerb „FirmenGärten“ zum zweiten Mal von der Landeshauptstadt und der Region Hannover gemeinsam ausgerufen. „Es ist beeindruckend, wie viele Firmen in der Region Hannover sich erneut mit ihren gestalteten Außenanlagen, Dachbegrünungen und Innenraumgärten beworben haben“, sagte Oberbürgermeister Stephan Weil, der gemeinsam mit Regionspräsident Hauke Jagau Schirmherr des Wettbewerbs „FirmenGärten“ 2009 ist.

Zum dritten Wettbewerb meldeten sich 26 engagierte Unternehmen aus Stadt und Region Hannover mit ihren garten- und landschaftsarchitektonisch gestalteten Firmengrundstücken an.

Beteiligte Institutionen

Die Veranstalter des Wettbewerbs “FirmenGärten“ sind der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün der Landeshauptstadt Hannover in Zusammenarbeit mit dem Projekt Gartenregion der Region Hannover. Weitere Initiatoren des Wettbewerbs sind die Industrie- und Handelskammer Hannover (IHK), der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (BDLA), der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Niedersachsen/Bremen (VGL) und der NDR 1 Niedersachsen.

Vertreter dieser Institutionen bildeten das Preisgericht:

Viktoria Krüger, “Gartenregion Hannover” Region Hannover, Kuratorin
Karin van Schwartzenberg, LHH, Leiterin Fachbereich Umwelt und Stadtgrün
Frank Wagner, IHK Hannover
Petra Schoelkopf, BDLA Niedersachsen
Michael Steinberg, VGL

Der Wettbewerb wurde im Mai 2009 eröffnet. Bis Anfang August konnten Firmen die Anmeldeunterlagen mit Lageplan, Foto und Kurzbeschreibung einreichen. Von den 26 Teilnehmern meldeten sich 14 Firmen aus der Region (3 Barsinghausen, 1 Burgdorf, 2 Burgwedel, 2 Gehrden, 1 Laatzen, 1 Langenhagen, 2 Lehrte, 2 Sehnde) und 12 Firmen aus Hannover an.

Am 25. und 26. August hat die Bewertungskommission die 26 Beiträge besichtigt und bewertet. Dabei wurden die angemeldeten Anlagen jeweils von Vertretern der Firmen prä­sentiert und erläutert.

Ziel des Wettbewerbs

Ziel des Wettbewerbs ist es, Initiativen aus dem Unternehmensbereich auszuzeichnen, die beispielhafte Grüngestaltungen vorweisen können und dadurch den Arbeitsalltag im Betrieb erleichtern, ökologischen Ausgleich für Überbauung und Inanspruch­nahme von Ressourcen schaffen und durch das Erscheinungsbild ihres Unternehmens einen Beitrag zur Gartenkultur in der Region Hannover leisten.

Bewertungskriterien

Entsprechend den Wettbewerbszielen sind drei Kriterien zur Beurtei­lung der Firmen­gärten herangezogen worden, die von den PreisrichterInnen je nach Qualität mit 1 bis 6 Punkten belegt werden konnten.

Gestaltung und Nutzung

Firmengelände, Gebäude und Außenanlagen sind die Visitenkarten eines Unternehmens. Sie prägen das Erscheinungsbild und vermitteln Firmenangehörigen, KundInnen und BesucherInnen einen wichtigen Eindruck vom Unternehmen. Anhand der verwendeten Materialien, Freiraumelemente, Anordnungen und Dimensionen spiegelt sich die Unternehmensphilosophie wider.

Den Freiflächen kommen ne­ben der Repräsentation oftmals vielfältige Aufenthalts-und Nutzungsfunktionen zu, wie interne Vernetzung der Gesamtanlage eines Unternehmens, Anbindung von Gebäuden und Bauteilen, Parkplätze, Pausenflächen, „Besprechungsräume im Freien“.

Außenanlagen binden die Unternehmen in die Umgebung ein und prägen das Stadtbild.

Soziale Bedeutung

Grün gestaltete Freiräume in und um Firmengebäude sind als interne soziale Treff­punkte für Beschäftigte von großer Bedeutung und können das Betriebsklima im physischen wie im psychischen Bereich begünstigen. Sie ermöglichen Begegnungen und fördern Aus­tausch, Kommunikation und Gemeinsamkeiten unter den Beschäftigten. Sie bieten Erholung und Entspannung, stellen kurzfristige Rückzugsmöglichkeiten dar und fördern dadurch den Abbau von Stress. Sie geben durch die Möglichkeit der Naturwahrnehmung und –beobachtung Anregungen und neue Motivation und tragen zur Leistungssteigerung bei.

Ökologische Wirkung

Neben gestalterischen Zielen haben unbefestigte und begrünte Freiflächen auf Firmenge­länden erhebliche ökologische Bedeutung. Als Lebensräume, Futterquellen und Nistgelegen­heiten haben sie positive Wirkungen für die Umwelt. Darüber hinaus verbessern sie das Klein­klima, indem sie Schatten spenden, Wind bremsen und durch Verdunstung von Pflanzenober­flächen die Luft abkühlen. Auch Immissionen von Schall, Strahlung und Staub werden vermindert. Auf unbefestigten Oberflächen kann Regenwasser direkt versickern und/oder durch Regenwassermanagement aufgefangen, gespeichert und gezielt verwendet werden.

Die ökologischen Wirkungen werden durch Begrünung von Bauteilen wie Dächern und Fassaden von Firmengebäuden, Tiefgaragen und Parkhäusern gesteigert.

Gestaltete Freiflächen können Ausgleichsfunktionen für die Überbauung und den Verbrauch von Ressourcen übernehmen.

Wettbewerbsergebnis

Anhand der Punktbewertungen wurden die vier Gewinner ermittelt, die außer einer Ur­kunde jeweils ein Glasobjekt als Preis erhielten. Sie erreichten die höchste Punktzahl für jeweils ein Einzelkriterium beziehungsweise erreichten die höchste Gesamtpunktzahl.

Alle teilnehmenden Firmen zeigten beispielhaftes Engagement für ein grünes Arbeitsumfeld und erhielten als Anerkennung ihrer Leistungen eine Urkunde.

Preisträger Gestaltung und Nutzung:

Hildegard Braukmann Kosmetik GmbH & Co. KG

Ehlbeck 16, 30938 Burgwedel-OT Großburgwedel

Die Firma Hildegard Braukmann Kosmetik GmbH stellt Kosmetik- und Wellnessprodukte her. Neben dem Labor- und Produktionstrakt gibt es am Standort auch Büros, in denen der Vertrieb bearbeitet wird, und Schulungsräume. In der Firma sind ca. 100 Personen beschäftigt.

Das gesamte Firmengelände verfügt über großzügige Außenanlagen, die üppig und vielfältig begrünt sind. Ein „Eyecatcher“ ist bereits der Eingangsbereich vor dem verglasten Foyer. Eine breite Treppenanlage aus hellem Sandstein führt zum Firmeneingang und überbrückt einen großen Teich mit breiter Ufersaumbepflanzung.

Um den gesamten Gebäudekomplex zieht sich ein grünes Band unterschiedlich gestalteter Grünflächen: ein „Heckengarten“, Wiesenbereiche mit Staudenbeeten, ein Rückhaltebecken, grün eingefasste Fußwege sowie ein mit Bäumen und Formschnitthecken begrünter Parkplatz.

Zentrale Freifläche des Unternehmens ist der Innenhof inmitten des Gebäudekomplexes, der formal-architektonisch in Grünflächen und Sitzbereiche aufgeteilt ist. Wie in einem Bauerngarten ist ein Raster aus rechteckigen Beeten und Hecken angelegt, dessen Mitte ein auffällig blühender und fruchtender Zierapfelbaum bildet. Zahlreiche Sitzgruppen sind im Innenhof aufgestellt, die von den Beschäftigten während der Pausen rege genutzt werden. Große Kübel mit mediterranen Blühgehölzen wie Oleander u. ä. sowie ein Springbrunnen ergänzen die Anlage und verleihen dem Innenhof südländisches Flair.

Mit dem Firmengelände möchte die Kosmetikfirma auf die Reinheit ihrer Produkte, die Hochwertigkeit der verwendeten Rohstoffe und die umweltverträgliche Herstellungsweise hinweisen. Die Außenanlagen und der Innenhof dienen zusammen mit der Architektur des Gebäudes der Imagepflege und dem Wohl der MitarbeiterInnen und Kunden.

Preisträger Soziale Bedeutung

Bürogemeinschaft Kap Horn

(Planungsbüros für Architektur, Design, Garten- und Landschaftsarchitektur)
Hornemannweg 7-9, 30167 Hannover

2006/2007 ist die ehemalige Ordnungsamt-Zweigstelle Nordstadt in ein Bürogebäude umgewandelt worden. Der Umbau und die anschließende Gartengestaltung wurde von den Nutzern weitgehend selbst geplant. Erste Synergieeffekte zwischen den Planungsbüros der Bürogemeinschaft Kap Horn haben sich bereits während dieser Umbauphase ergeben.

Der winkelförmige Bau steht im hinteren Grundstücksteil und verfügt über einen großzügigen gartenarchitektonisch gestalteten Vorplatz mit der Funktion eines „Gartenhofes“. Die Fläche ist übersichtlich und klar gegliedert, nur wenige Freiraumelemente wurden zur Gestaltung verwendet: eine große runde mit Kies bedeckte Fläche in der Mitte des Vorplatzes, auf der sich drei neu gepflanzte holländische Birken mit auffällig heller Rinde sowie der alte Baumbestand (eine Kastanie, eine hohe Birke) verteilen. Mehrere kleine mit Gräsern bepflanzte Rundbeete ergänzen die Gestaltung. Als Pausen- und Konferenztisch dient eine lange in die Kiesfläche eingelassene Tafel mit Sitzbänken.

Die Bereiche um die Kiesfläche herum sind gepflastert. Sie dienen als Wegeflächen und sind an zwei Seiten von Mauern mit eingelassenen Holzbänken gefasst.

Staudenbeete mit gemischter Bepflanzung aus meist schattenverträglichen Arten befinden sich im Übergangsbereich zu den Stellplätzen und im kleinen Hof hinter dem Gebäude.

Der „Gartenhof“ stellt sowohl einen repräsentativen Eingangsbereich der Bürogemeinschaft und Treffpunkt der MitarbeiterInnen im Freien dar, ist aber gleichzeitig auch ein Angebot an die Stadtteilbewohner. Während der Büroöffnungszeiten steht er mit seiner robusten Ausstattung zur Mitbenutzung offen.

Preisträger Ökologische Wirkung

Heinz Ewald Bedachungen GmbH

Im Lämpchen 19
30459 Hannover

Zum Dachdeckerbetrieb gehört ein Ensemble aus mehreren niedrigen Gebäuden, in denen Materialien gelagert werden und die Fahrzeuge, Geräte sowie das Büro untergebracht sind. Da ein Spezialgebiet des Betriebs der Aufbau und die Anlage von Gründächern mit intensiver und extensiver Bepflanzung ist, tragen auch die eigenen, meist flachen und nur flach geneigten Gebäudedächer verschiedenste Dachbegrünungsarten. Diese vielfältige grüne Dachlandschaft im dicht bebauten Stadtteil Ricklingen neben dem Bahndamm ist für Mitarbeiter und interessierte Kunden über eine Leiter erreichbar. Auf dem “essbaren Dach“ wachsen Würz- und Teekräuter, auf einem anderen Hallendach ist ein Sitzplatz mit Tisch und Stühlen angelegt. Das Spektrum der verwendeten Pflanzenarten reicht von nur wenig Bodensubstrat benötigenden Dachwurzarten bis zu anspruchsvolleren Stauden und Gehölzen.

Aus ökologischer Sicht dienen die Gründächer insbesondere der Regenwasserrückhaltung und der direkten Verdunstung des Regenwassers über die Pflanzen. Diese locken mit Düften und Blütenfarben Insekten und Vögel an, die auf den Dächern Nahrung finden. Außerdem binden Gründächer Staub und tragen so zur Luftverbesserung bei.

Zusätzlich zur Dachbegrünung sind auf den Hallendächern mehrere Anlagen zur Nutzung von Sonnenenergie aufgestellt, die die ökologischen Wirkungen der begrünten Dachlandschaft nicht beeinträchtigen.

Wer zur Pause nicht aufs Dach klettern möchte, findet vor dem Büro einen kleinen Garten mit Teich, Bachlauf und verschiedenen Kleintieren vor. Gabionen begrenzen das Grundstück, in halbhoher Bauweise dienen sie als Stützmauern oder Sitzgelegenheiten.

Gesamtsieger

Finanz Informatik GmbH & Co. KG

Laatzener Straße 5, 30539 Hannover

Schon von der Architektur her stellt die Finanz IT eine Besonderheit dar. Sie wurde 1999 als dvg Hauptverwaltung an exponierter Stelle am Kronsberg gebaut und bildet den Südrand des Gewerbe-Ensembles aus IBM, LBS und dvg, das an den Spiel- und Sportpark Kattenbrookstrift grenzt. Das Verwaltungsgebäude orientiert sich mit kammförmiger Anordnung der einzelnen Gebäudeteile nach Süden zur Landschaft und bezieht diese durch Verzahnung mit dem großzügigen Grünraum ins Gebäude ein. So entstehen abwechslungsreiche Innenhöfe, die entweder unter einem der filigranen Glasdächer oder unter freiem Himmel liegen.

Intern werden die glasüberdeckten Höfe und Hallen ähnlich einer „Verkehrsader“ von einer horizontal verlaufenden Hauptachse durchzogen, die das gesamte Gebäude erschließt. An diese grüne „Hauptstraße“ gliedern sich attraktive Kommunikations- und Aufenthaltsbereiche (Cafeteria, Besprechungsecken) an. Nach dem Konzept einer offenen “grünen” Bürolandschaft von Landschaftsarchitekt Prof. Falk Trillitzsch reihen sich verschiedenste Grünzonen, angepasst an die besonderen klimatischen Situation im nur solar beheizten Wintergarten beziehungsweise an Freilandbedingungen auf Terrassen im Übergangsbereich zum Park, aneinander: mediterran wirkende Beete mit Bäumen, Sträuchern und Blühpflanzen, heimische Hochstaudenfluren und Bodendecker, Steppenvegetation mit Gräsern oder „hängende Gärten“ aus Kletterpflanzen. Die Bepflanzung ist stets kombiniert mit Holzstämmen und Gestaltungen aus Naturstein.

Pressemitteilung 23.10.2009, Region Hannover

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  • Artikel veröffentlicht am 23.10.2009
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