FIP - Förderung innovativer Projekte
„FIP“ bringt Innovationen auf den Weg
Vielen Unternehmen mangelt es nicht an innovativen Ideen, oft bremst allerdings die Unsicherheit, ob sich eine Idee überhaupt realisieren lässt, eine weitere Entwicklung. Hier setzt das neue Programm zur „Förderung innovativer Projekte“ (FIP) von hannoverimpuls an. Machbarkeitsstudien und Voruntersuchungen werden vermittelt und gefördert und das mit Erfolg: Bereits 17 Anträge sind eingegangen, neun davon wurden bewilligt.
Hannover, 30. September 2008. Bevor aus einer Idee ein neues Produkt entsteht, ist sie zuvor auf ihre Realisierbarkeit getestet worden. Neben der technischen Machbarkeit, sind Zulassungsfragen, gerade wenn es um Ernährung und Sicherheit geht, zu überprüfen. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen scheuen oft das Risiko kostenintensiver Voruntersuchungen und wissen darüber hinaus nicht, welcher Institution sie dieses anvertrauen können.
Damit aus einer Idee überhaupt ein Projekt und am Ende ein Produkt wird, greift das Programm FIP am Anfang der Entwicklungskette: Es stellt den Kontakt zwischen Unternehmen und den passenden regionalen Forschungsinstituten her und fördert mit bis zu 5.000 Euro anstehende Voruntersuchungen. Zentrale Frage der FIP-Antragsprüfung sind: Welches Projekt steht hinter dem zu fördernden Vorhaben? Wie groß ist die Hebelwirkung, der zu erzielende Nutzen in Sachen Investition und Arbeitsplätze?
In der Pilotphase haben sich bereits 17 Unternehmen um Förderung beworben, neun aussichtsreiche Ideen wurden bewilligt. Die Bandbreite der eingereichten Projekte reicht von Untersuchungen über die Wirkung bestimmter Michsäurebakterien zur Haltbarkeit von Milchprodukten bis zur Auslegung neuer Produktionsverfahren mit dem Einsatz von Lasertechnik.
Eins der Projekte davon stammt von der Rowiak GmbH aus Hannover. Das Unternehmen will ein neues Lasersystem zur patientenangepassten Präparation von Hornhauttransplantaten entwickeln. Empfindliche Schichten der Hornhaut sollen mittels Laser an Spenderaugen losgelöst werden, um sie dann in ein Empfängerauge zu implantieren. Das Verfahren ist präziser und schonender als bislang eingesetzte mittels chirurgischer Messer. Mit Hilfe der Förderung von 5.000 Euro konnten bereits erfolgreich Vorversuche an Hornhäuten durchgeführt werden. „Die sehr ermutigenden Ergebnisse im Vorfeld haben uns veranlasst, einen Förderantrag bei der Innovationsstiftung Niedersachsen einzureichen, um einen Prototypen zu entwickeln und erste Transplantationen vorzunehmen“, so Dr. Holger Lubatschowski, Geschäftsführer von Rowiak.
„Mit FIP geben wir den Unternehmen die Möglichkeit, ihre Ideen vor der ressourcen- und kostenintensiven Weiterentwicklung auszuprobieren“, erklärt Andreas Heyer, Geschäftsführer hannoverimpuls. „Damit gewährleisten wir, dass jede innovative Idee aus der Region auch eine Chance auf Realisierung hat. Im Anschluss an die durch FIP geförderten Prüfverfahren, gibt es für die Unternehmen zahlreiche Wege, die Umsetzung ihrer Projekte durch verschiedene Institutionen und Programme fördern zu lassen.“
Koordiniert wird FIP durch die Branchennetzwerke Hannover Fabrik, Hannover IT, Projektzentrum Automotive und BiomeTI sowie das Technologie-Centrum Hannover. Sie nehmen Anträge entgegen, geben eine Vorbewertung ab und vermitteln Kontakte zu geeigneten Einrichtungen und Partnern. Eine Jury entscheidet quartalsweise über eine Förderung. Bewerben können sich Unternehmen mit fünf bis 250 Mitarbeitern. Nächster Stichtag ist der 01. Dezember 2008.
hannoverimpuls GmbH
hannoverimpuls ist die Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft der Stadt und Region Hannover. Seit Gründung 2003 unterstützt das Unternehmen in einer einzigartigen Prozesskette Gründung, Ansiedlung und Wachstum von Unternehmen. Der Fokus liegt auf sechs Branchen: Automotive, Energiewirtschaft, Informations- und Kommunikationstechnologie, Life Sciences, Optische Technologien und Produktionstechnik. Wettbewerbe (Plug & Work, WachstumsImpuls), Gründungsseminare (Summer- und WinterSchool) und Kooperationsprojekte (LZH Laser Akademie) sind Instrumente der Wirtschaftsentwicklung. 2.742 Unternehmensgründungen und 9.033 neue Arbeitsplätze seit April 2003 belegen das erfolgreiche Geschäftsmodell und das überdurchschnittliche Wachstums- und Zukunftspotenzial der Branchen.
Die Projektzentren
Die Projektzentren von hannoverimpuls sind regionale Netzwerke der jeweiligen Branche und Nahtstelle zwischen Industrie und Forschung. Die enge Kooperation von Wirtschaft, Wissenschaft und verschiedenen Branchen-Akteuren bieten Unternehmen eine Reihe handfester Vorteile und bauen die bestehenden Wirtschaftscluster der Fokusbranchen aus. Das Projektzentrum Automotive verbindet Automobilhersteller und Zulieferer mit den hannoverschen Forschungseinrichtungen. Das Projektzentrum BiomeTI bündelt die Kompetenz regionaler Biomedizintechnik. Der Hannover Fabrik e.V. ist das Netzwerk für Produktion und Produktionstechnik in der Region Hannover. Ziel von Hannover IT ist es, Wissenschaft und Bildung für die Informations- und Kommunikationsbranche zu fördern.
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Pressemitteilung 30.09.2008, hannoverimpuls GmbH



