Region Hannover verstärkt Anstrengungen in der Alkoholprävention
Der alarmierenden Entwicklung des Alkoholkonsums bei Kindern und Jugendlichen begegnet die Region Hannover mit einem Präventionsprogramm. 40.000 Euro stehen 2008 im Haushalt zur Verfügung, um Kinder und Jugendliche sowie Eltern und Lehrer für das Thema zu sensibilisieren.
Das Programm besteht aus drei Bausteinen. Zum einen beteiligt sich die Region Hannover an dem Bundesmodellprojekt „Halt“. Im Rahmen dieses Projekts wird die Zusammenarbeit des Kinderkrankenhauses auf der Bult, der Drogenberatungsstelle und der Jugendhilfe verbessert. Kinder, die wegen Alkoholmissbrauchs in das Kinderkrankenhaus eingeliefert werden, bekommen automatisch eine Beratung. Auf diese Weise wird eine Nachsorge sichergestellt.
Zum anderen verstärkt die Region die Präventionsarbeit in Kooperation mit Verbänden, Schulen und Jugendzentren. Darüber hinaus ist geplant, die Kontrollen im Bereich des Jugendschutzes effektiver zu gestalten – etwa wenn es darum geht, bei Festen oder in Diskotheken die Besucher auf Alter und Alkoholkonsum zu überprüfen.
Die Regionsversammlung hatte sich bereits im vergangenen Sommer mit dem Thema beschäftigt und beschlossen, dass die Anstrengungen in der Alkoholprävention verstärkt werden sollen. „Das ist in diesem Jahr ein Schwerpunkt unserer Arbeit“, sagt Sozialdezernent Erwin Jordan. „Wir setzen dabei schon bei relativ jungen Schülerinnen und Schülern an, weil es besser ist, die Kinder und Jugendlichen früh auf die Gefahren von Alkoholmissbrauch aufmerksam zu machen. Bei den Heranwachsenden hat man kaum noch Einflussmöglichkeiten.“
Pressemitteilung 31.01.2008, Region Hannover



