Gartenregion Hannover: In und um die Christuskirche entsteht ein Garten Eden
Hannover-Nordstadt – Die Christuskirche in der hannoverschen Nordstadt und ihr Umfeld werden im Jahr 2009 zum „Garten Eden“. Die Region Hannover fördert die Grünanlage auf Zeit aus Mitteln des Projektes „Gartenregion“ mit einem Zuschuss von 100.000 Euro.
Unter dem Arbeitstitel „Garten in der Kirche - Kirche im Garten“ sollen die Christuskirche und der umliegende Conrad-Wilhelm-Haase-Platz mit Pflanzen, Wasser und Kunstobjekten künstlerisch ausgestaltet werden. Dem Grün kommt dabei die Rolle einer „natürlichen Schöpfung“ zu, die den „Garten Eden“ zu einem Ort der Begegnung, Besinnung und Andacht werden lässt. Um den „Garten Eden“ zu realisieren, soll zunächst ein Wettbewerb ausgeschrieben werden. Daran können sich Garten- und Landschaftsarchitekten und -innen in Kooperation mit Künstlern und Künstlerinnen beteiligen. Entwickelt werden soll ein Gesamtkunstwerk, das gartenarchitektonische Elemente mit dem theologischen Konzept der Christuskirche verbindet.
Der Themenkombination Garten und Religion kommt innerhalb der „Gartenregion Hannover“ eine große Bedeutung zu. So gilt der Garten in allen Glaubensvorstellungen als Symbol der Hoffnung und der Sehnsucht. Hinzu kommt, dass Kirchen und Klöster mit ihren Friedhöfen und Grünanlagen die regionale Kulturlandschaft besonders prägen. Für die Gartenregion ist damit die Evangelisch-lutherische Kirche im Sprengel Hannover eine wichtige Partnerin für die Gestaltung des Gartenjahres 2009. Das Projekt „Garten in der Kirche - Kirche im Garten“ gehört zu den „Besonderen Vorhaben“ der Gartenregion
Der geplante „Garten Eden“ geht auf eine Idee zurück, die unter dem Motto „Sehnsucht nach dem Paradies“ von der Evangelischen Kirche für die Gartenregion entwickelt wurde. Ein Vorbild des Projektes ist die „Garten-Eden-Kirche“, ein Paradiesgarten, der im Rahmen der Weltausstellung Expo 2000 in der hannoverschen Apostelkirche geschaffen wurde.
Die Christuskirche, die im Jahr 2009 ihr 150-jähriges Jubiläum feiert, eignet sich aus mehreren Gründen besonders gut für die Verwirklichung des „Garten Eden“-Projektes. Das im neugotischen Stil errichtete Kirchengebäude wird seit Mitte der 1980er Jahre schrittweise restauriert. Zuletzt wurden Buntglasfenster nach historischem Vorbild eingesetzt, die den Innenraum seitdem in farbiges Licht tauchen. Nun soll der Kirchenraum noch weitere paradiesische Züge annehmen, bevor Ende 2009 mit der Innenrenovierung des Gebäudes begonnen wird. Auch die theologische Ausrichtung der Christuskirche passt gut zur Idee des „Garten Eden“. Musik und Meditation, Diakonie und die Begegnung der Generationen gehören ebenso zu ihrem Profil, wie der jüdisch-christliche und der muslimisch-christliche Dialog. Als Kirche in der ehemaligen Gartenvorstadt Hannovers liegt die Christuskirche heute im Herzen der Stadt, mitten im weltlichen Geschehen. Sie ist sowohl für Fußgänger als auch mit dem Rad und den öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Zudem befinden sich in ihrem Umfeld weitere Gartenensembles, wie die Herrenhäuser Gärten, der Jüdische Friedhof, sowie der Neustädter und St. Nikolai-Friedhof.
Das Gesamtprojekt „Garten in der Kirche – Kirche im Garten“ setzt sich aus zwei Bestandteilen zusammen: der Inszenierung des „Garten Eden“ und einem darauf abgestimmten, noch zu entwickelndem Veranstaltungsprogramm im Gartenjahr 2009. Die Kosten für den ersten Teil, die Umgestaltung der Kirche, belaufen sich auf 200.000 Euro. Davon werden die notwendigen Vorabuntersuchungen (Raumklima, Holzschädlingsbefall), der Wettbewerb und die Verwirklichung des ausgewählten Konzepts finanziert. Die Region Hannover und die Projektpartnerin Evangelisch-lutherische Landeskirche im Sprengel Hannover teilen sich die Kosten zu gleichen Teilen. Für das Veranstaltungsprogramm im Gartenjahr 2009 stehen seitens des Sprengels Hannover vielfältige inhaltliche und personelle Ressourcen zur Verfügung
Pressemitteilung 28.09.2007, Region Hannover



