Region Hannover wartet auf Entscheidung des Umweltministeriums was mit Böden geschehen soll, auf denen belasteter Klärschlamm aufgebracht wurde.
Ende November hatte das niedersächsische Umweltministerium die Region verständigt, das an Landwirte in der Region Hannover mit Perfluorierten Tensiden (PFT) belasteter Klärschlamm aus Nordrhein Westfalen geliefert wurde. Die sofort durchgeführten Kontrollen ergaben, dass der Klärschlamm bereits in den Boden eingearbeitet wurde. Reste waren nicht mehr vorhanden. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Region wurden auf rund 82 ha Fläche im Zeitraum März bis Mai 2006 insgesamt 184 t Klärschlamm Trockenmasse aufgebracht. Das sind rund 2,26 t je ha. Einen Grenzwert für PFT im Klärschlamm gibt es nicht. Im Umweltministerium wird von einem Prüfwert von 30 mg/kg gesprochen. Dieser Wert wird auf den Böden nirgendwo erreicht, da der Klärschlamm nach Angaben der Landwirtschaftskammer NRW nur rund 0,97 mg PFT je Kilogramm Klärschlamm enthält. Eine Trinkwassergefährdung ist nach Angaben der Region nicht gegeben. Die Region wird das Umweltministerium über seine Erkenntnisse informieren und wartet dann auf eine Entscheidung, ob und was weiter geschehen soll.
Pressemitteilung 22.12.2006, Region Hannover