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28.10.2006 Garbsen

Hinterlassene Spuren

Shona-Skulpturen aus Zimbabwe im Rathaus
Garbsen (stp). Das Kultur- und Sportamt der Stadt Garbsen zeigt von Donnerstag, 2. November, bis Freitag, 29. Dezember, im Rathaus, Trakt C, erster Stock, die Ausstellung „Hinterlassene Spuren mit Shona-Skulpturen aus Zimbabwe. Es sind die letzten Werke von Ngoni Munemo und Künstlern aus seinem Workshop, die er bis zu seinem Tode im Dezember 20
03 unterrichtet hatte. Außerdem ist die Skulptur „Sitting Blind Man des berühmten und ebenfalls inzwischen verstorbenen Künstlers Bernard Matemera zu sehen.

Die „Shona-Skulpturen sind nach der Hauptbevölkerungsgruppe Zimbabwes benannt. Die Steinskulpturen haben früh das Interesse der Kunstwelt, vor allem privater Sammler, erregt. Bei Ausstellungen in renommierten Häusern wie dem New Yorker Museum of Modern Art, dem Rodin Museum in Paris und auf den Weltausstellungen in Sevilla und Hannover sorgten sie für Aufsehen.

Auf die Auswahl der Steine legen die Bildhauer größten Wert. Viele bevorzugen ganz bestimmte Steinbrüche und verbringen Stunden bei der Vorauswahl geeigneter Felsblöcke. Allen Künstlern ist ein geradezu ehrfürchtiger Respekt vor dem noch unbearbeiteten Stein eigen. Keiner der großen Künstler sieht in dem Stein nur das Material, durch das er seine Ideen verwirklichen will, denn in der Mythologie der Shona ist der Stein wie die restliche Natur beseelt.

Ngoni Munemo wurde 1953 geboren. Er war Gründungsmitglied des jetzigen Cannon Patterson Arts Centers in Harare, der Hauptstadt von Zimbabwe. Später wurde er Mitglied der Tengenenge Künstlerkooperative und arbeitete mit namhaften simbabwischen Steinbildhauern wie John Takawira zusammen. Seine Werke wurden in der Nationalgalerie in Harare, den USA
und Deutschland ausgestellt. Er unterrichtete junge Künstler in der Steinbildhauerei und war bis zuletzt Leiter einer Künstlerkooperative in Harare.

Bernard Matemera, Jahrgang 1946, war der Meisterbildhauer der Künstlerkolonie Tengenenge und finanzierte aus den Verkaufserlösen seiner Arbeiten viele soziale Aktivitäten. Er zählte unbestritten zu den Spitzenbildhauern Zimbabwes und wurde mit internationalen Preisen und Ehrungen überhäuft. Seine Ausstellungen waren außer in Zimbabwe unter anderem in Holland, England, Spanien und Deutschland zu bewundern.
Bernard Matemera verstarb im Jahre 2002.

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  • Artikel verffentlicht am 28.10.2006
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