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Tierkrankheiten
Tollwut
Tollwut ist eine ansteckende Viruserkrankung, die durch (Biss-)Wunden über den Speichel auf andere Tiere und Menschen übertragen werden kann. Ohne entsprechende vorbeugende Impfmaßnahmen geht die Krankheit für den Menschen und das Tier tödlich aus. Das Krankheitsbild ist nicht eindeutig, so dass Verwechslungsgefahr mit mehreren anderen bedeutenden Krankheiten besteht.
Die Tollwut-Erstimpfung gemäß EU-Vorschriften ist frühestens nach der 12. Lebenswoche durchzuführen. Nach ca. 28 Tagen haben sich genügend Antikörper gebildet, so dass der Impfschutz vollständig ist. Die Impfung muss alle 12 Monate wiederholt werden. Der Impfschutz kann nur durch eine Antikörperbestimmung im Blut nachgewiesen werden.
Staupe
Staupe ist eine hochansteckende Viruserkrankung und kann von Hunden u.a. durch Tröpfcheninfektion auf andere Hunde übertragen werden. Aufgrund des variantenreichen Krankheitsbildes besteht Verwechslungsgefahr mit vielen anderen bedeutenden Hundekrankheiten.
Parvovirose
Es handelt sich dabei um eine Virus-Infektion, die u.a. durch Tröpfcheninfektion von Hunden auf andere Hunde übertragen wird. Die schwere Magen-Darm-Entzündung befällt vorwiegend Welpen und Junghunde und alternde Hunde. Todesfälle aufgrund Kreislaufversagens sind keine Seltenheit.
Leptospirose
Leptospiren sind Bakterien, die durch Blut und Harn (vorwiegend von Ratten) übertragen werden und auch für Menschen infektiös sind. Sie führt zu Nierenversagen und Gelbsucht und kann tödlich verlaufen, wenn eine Antibiotika-Behandlung nicht rechtzeitig einsetzt.
Zwingerhusten
Der Zwingerhusten ist eine hochansteckende Atemwegserkrankung durch Viren, die von Hunden auf andere Hunde übertragen wird. Der Husten löst häufig Würgen und Erbrechen aus, ist aber selten lebensbedrohlich.
Borreliose
Die Bakterien werden durch Zeckenbisse übertragen. Die Krankheit kann mit Antibiotika behandelt werden, wird aber häufig nicht rechtzeitig erkannt. Als Spätfolge werden meistens Gelenksentzündungen festgestellt.
Babesiose/Piroplasmose
Der Erreger der Babesiose/Piroplasmose ist ein Blutparasit und wird durch Zeckenbisse auf die Hunde übertragen. Die Krankheit, die behandelbar ist, führt zu Blutarmut und Gelbsucht.
Leishmaniose
Übertragen werden die Parasiten durch Sandmücken und durch Wund-Schmierinfektionen. Die Krankheit äußert sich als Immunschwäche z.B. der Haut oder innerer Organe, so dass sie nicht leicht zu diagnostizieren ist und häufig tödlich endet. Trotz Behandlung können Rückfälle vorkommen und die Folgeschäden können erheblich sein.
Ehrlichiose
Die Ehrlichiose wird durch Rikettsien verursacht, eine besondere Bakterienart, die das Immunsystem befällt. Überträger sind verschiedene Zeckenarten. Alle Lymphknoten des erkrankten Tieres schwellen an, es kommt zu Blutarmut und punktförmigen Blutungen.
Filariose
Die Herzwurm-Erkrankung, die durch Appetitlosigkeit, Mattigkeit, Gewichtsverlust, chronischen Husten oder Atemnot auffällt, wird durch Moskitos übertragen. Eine Behandlung ist möglich.
Pressemitteilung 28.7.2006, Region Hannover




