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28.07.2006 Region

Foster sucht neues Zuhause

Urlaubsreisen mit Hunden

In Deutschland ist die kombinierte Impfung gegen Tollwut (R), Staupe (D), Parvovirose (P), Leptospirose (L), Zwingerhusten (KC) und ansteckende Leberentzündung (HCC) mit Grundimmunisierung und jährlichen Wiederholungsimpfungen üblich und ausreichend.
Da in einigen Ländern bei den Hundehaltern die Impfbereitschaft möglicherweise weniger ausgeprägt ist, können hier unerkannt infizierte Hunde angetroffen werden, die eine Ansteckungsgefahr für die Hunde der deutschen Urlauber bedeuten.
Besonders gefährdet sind die Hunde auf Reisen, wenn ihr Impfschutz nicht durch jährliche Wiederholungsimpfungen aufrechterhalten wurde, die Hunde sehr jung oder sehr alt sind und/oder durch die klimatischen Bedingungen gestresst und daher für ansteckende Hundekrankheiten besonders empfänglich sind.

Hinzu kommen einige bedeutende ansteckende Krankheiten, die in Deutschland nicht heimisch sind. In südlichen Urlaubsländern ist für Hunde die Ansteckungsgefahr mit speziellen Infektions-erkrankungen besonders hoch. Diese sind häufig schwierig zu erkennen und zu behandeln und enden oft tödlich. Viele Reiseerkrankungen haben eine lange Inkubationszeit, d.h. zwischen der Ansteckung und dem Ausbruch der Krankheit kann sehr viel Zeit vergehen. Deshalb sollte vor der geplanten Urlaubsreise immer ein Tierarzt zu Rate gezogen werden, der Auskunft darüber gibt, wie sinnvoll vorgebeugt werden kann.

Rechtsvorschriften

Die strengen Rechtsvorschriften der Europäischen Union zur Einreise und Wiedereinreise mit Hunden betreffen einheitlich nur die Tollwut. Spezielle Vorschriften einiger EU-Mitgliedstaaten regeln auch andere Tierkrankheiten.
Der blaue EU-Heimtierausweis, die Kennzeichnung mit Mikrochip und die jährliche Tollwut-schutzimpfung als Mindestvoraussetzungen sind zwingend vorgeschrieben, um innerhalb der Europäischen Union zu reisen oder in die Europäische Union aus dem Ausland zurückzukehren.

Für einige Urlaubsländer, wie die Türkei, Bulgarien, Kasachstan, Ägypten, Nordafrika usw. gibt es noch strengere Vorschriften, weil diese keinen EU-Tollwut-Status haben. In diese Länder können Hunde nur mitgenommen werden, wenn besondere Untersuchungen bereits vor der Abreise durchgeführt wurden. Das Mitbringen von Hunden aus diesen Ländern nach Deutschland ist fast unmöglich. Welpen erwartet hier immer die Rücksendung oder eine mindestens viermonatige Einzelunterbringung in einer offiziellen Quarantänestation oder der Tod.

Wenn die Europäische Union für den Urlaub mit Hund verlassen werden soll, sollten sich die Hundebesitzer langfristig vor der Abreise bei den deutschen veterinärbehördlichen Grenzkontrollstellen, an den Flughäfen, Seehäfen oder an den EU-Außengrenzen informieren, welche Bedingungen für die Wiedereinreise erfüllt werden müssen.
Auf Auskünfte im Ausland vor der Rückreise, auch von Tierärzten, Fluggesellschaften, Auslandsvertretungen oder Behörden, ist erfahrungsgemäß kein Verlass. Außerdem ist es meistens zu spät, die Bedingungen zu erfüllen.
Für Hundewelpen gibt es auch innerhalb der Europäischen Union weitreichende Einschränkungen, so dass Urlaubern dringend davon abzuraten ist, ohne langfristige Planung und Beratung durch einen Amtstierarzt ihres Wohnortes in Deutschland, Hunde aus den Mittelmeerländern mitzubringen.

Aus diesen Gründen ist dringend davon abzuraten, im Urlaub Straßen- und Strandhunde anzufassen oder aus Mitleid mit nach Hause zu nehmen. Die Folgen beschränken sich nicht nur auf erhebliche Kosten. Auch die Gefahr für die eigene Gesundheit und die eigenen Haustiere ist nicht zu unterschätzen.
Pressemitteilung 28.7.2006, Region Hannover

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